Jahrgang 
1914
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Quinta.

Religion. a) Katholiſche: Katechismus: Die Lehre vom Glauben. Das Alte Teſtament von der Trennung des Reiches bis zur Zeit Chriſti, Neues Teſtament von der Auferſtehung des Herrn bis zum Schluß. Gebete, Lieder. b) Evangeliſche: Kombiniert mit Quarta. Deutſch. Wiederholung der Lehraufgaben der Sexta. Der zuſammengeſetzte Satz und die Zeichenſetzung. Auswendiglernen von Gedichten. Mündliches und ſchriftliches Nacherzählen. Schriftliche Ar⸗ beiten nach Vorſchrift. Latein. Wiederholung der regelmäßigen Formenlehre, die Deponentia, die unregelmäßige Formenlehre, acc. c. inf., participium, Städtenamen, ſchriftliche Arbeiten nach Vorſchrift. Geſchichte. Erzählungen aus der Sagengeſchichte der Griechen und Römer. Erdkunde. Länderkunde Mitteleuropas, insbeſondere des deutſchen Reiches. Einfache Karten⸗ entwürfe. Rechnen. Teilbarkeit der Zahlen. Die gemeinen Brüche. Einfache Regeldetri. Naturkunde. Die äußeren Organe der Blütenpflanzen, im Anſchluß an die Beſchreibung vor⸗ liegender Exemplare und mit Vergleichung verwandter Formen. Die wichtigſten Wirbeltiere. Grundzüge des Knochenbaues beim Menſchen.

Serta.

Religion. a) Katholiſche: 2 Stunden kombiniert mit Quinta. In der dritten Stunde Gebete, Lieder, Beichtunterricht, Kirchenjahr. Liturgie des hl. Meßopfers. b) Evangeliſche: 2 Stunden kombiniert mit Quarta. In der dritten Stunde die zehn Gebote, Geſchichten des Alten Teſtaments von der Reichsteilung an. Lieder, Sprüche. Deutſch. Gedichte und Proſaſtücke aus dem Leſebuch. Mündliches Nacherzählen von Vorerzähltem oder im Anſchluß an geleſene Stücke. Lernen der Gedichte des Kanons. Grammatik: Der einfache Satz, ſtarke und ſchwache Flexion von Sub⸗ ſtantiven, Adjektiven, Pronomina und Verben. Rechtſchreibeübungen nach Vorſchrift. Latein. Die regelmäßige Formenlehre. Schriftliche Ubungen und Arbeiten nach Vorſchrift. Geſchichte. Lebensbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. Erdkunde. Heimatkunde. Geographiſche Grund⸗ begriffe. Geſtaltung der Erdoberfläche. Rechnen. Grundrechnungsarten mit ganzen, benannten und unbenannten Zahlen. Münzen, Maße und Gewichte. Dezimale Schreibweiſe, einfache dezimale Rechnungen. Naturkunde. Beſchreibung vorliegender Blütenpflanzen. Beſprechung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbaren Blütenſtände und Früchte. Beſprechung wichtiger Säugetiere und Vögel in bezug auf äußere Merkmale und auf charakteriſtiſche Einzelheiten des Knochenbaues nebſt Mitteilungen über ihre Lebensweiſe, ihren Nutzen und Schaden.

Techniſche Fächer.

Schreiben. VI und V: Einübung des deutſchen und lateiniſchen Alphabets. Belehrung über die Entwicklung der einzelnen Buchſtabenformen. Schreiben mit links⸗ und rechtsabgeſchrägter Feder. IV IIIi: Schönſchreibeübungen. Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommer wie im Winter 286 Schüler. Von dieſen waren befreit:

Vom Turnunterricht überhaupt: Von einzelnen Übungen: Auf Grund eines ärztlichen Zeugniſſess im Sommer 18; im Winter 26; im Sommer 4; im Winter 4; alſo der Geſamt⸗ 3 Zaſanieh, Tunen.. ej.. ſim Sommer 6 ¼%; im Winter 9%; im Sommer 1% im Winter 1%;

Die 9 Klaſſen wurden in 4 Turnaͤbteilungen unterrichtet, von denen die größte 89, die kleinſte 48 Schüler zählte. Im Sommer wurden die Freiübungen und Bewegungsſpiele auf dem Jugendſpielplatze abgehalten. Neben den volkstümlichen Ubungen fand das deutſche Schlag⸗ ballſpiel beſondere Pflege. Einmal in der Woche wurde ein Turnmarſch unternommen. Ein freier Spielnachmittag beſteht nicht. Die Schüler hatten Gelegenheit, im Sommer viermal in der Woche abends von 79 im Verein für Bewegungsſpiele am Gymnaſium das Fußballſpiel