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9. Mathematik. Grundlehren der Kombinatorik. Wohrſcheinlichkeitsberechnung. Binomiſcher Lehrſatz für ganze poſitive Exponenten. Abſchluß der Stereometrie ſowie Anwendung derſelben auf die mathematiſche Erd- und Himmelskunde. Der Koordinatenbegriff. Einige Grundlehren von den Kegelſchnitten. Wiederholungen und Aufgaben aus allen Gebieten. 4 St. Hch. Becker.
Prüfungsaufgaben Oſtern 1904. 1) Ein Kapital k= 33000 M. iſt zu 3 ½% auf Zinſes⸗ zinſen angelegt; die Verwaltungskoſten betragen jährlich 2 vom Tauſend des jeweiligen Beſtandes und werden am Jahresſchluſſe in Abrechnung gebracht. Zu welcher Höhe wird das Kapital in 20 d.= 1; in dem Punkte P der Ellipſe, deſſen Abſciſſe gleich 4 iſt und deſſen Ordinate poſitiv iſt, ſoll die Tangente an die Ellipſe gezeichnet und der Winkel berechnet werden, den die Tangente mit den zum Punkte P gehenden Leit⸗ ſtrahlen bildet. 3) Das Dreieck zu berechnen, von dem eine Seite, die dazu gehörige Höhe, und die Differenz der dieſer Seite anliegenden Winkel gegeben ſind. Beiſpiel: a= 382 em. ha= 101,31 cm 5—„= 70⁰° 0 38“. 4) Vier abwechſelnde Ecken eines Würfels bilden die Ecken eines Tetraeders. In welchem Verhältnis ſtehen die Volumina beider Körper zu einander?
10. Phyſik. Mathematiſche Geographie. Optik. 2 St. Hch. Becker.
2 Jahren anwachſen? 2) Die Gleichung einer EllWpſe iſt: 25 4
Unterprima.
Ordinarius: Profeſſor Dr. Marr.
1. Religion. a) Katholiſche: Kirchengeſchichtliche Mitteilungen aus der mittleren und neueren Zeit. Glaubenslehre: Von der Heiligung und der Vollendung. Hymnen und Pſalmen. 2 St. Reuß. b) Evangeliſche: Komb. mit Oberſekunda. 2 St. Th. Becker.
2. Deutſch. Überblick über den Entwicklungsgang der deutſchen Literatur; Klopſtocks und Leſſings Leben und Bedeutung.— Geleſen wurden ausgewählte Oden von Klopſtock ſowie einige Ab⸗ ſchnitte aus dem Meſſias; Leſſings Emilia Galotti und ausgewählte Stücke aus dem Laokoon und der Hamburgiſchen Dramaturgie, Kleiſts Prinz Friedrich von Homburg, Schillers Braut von Meſſina, Gedichte aus Schillers und Goethes Gedankenlyrik ſowie Proſaſtücke aus Buſchmanns Leſebuch für Prima.— Übungen im Disponieren und im freien Vortrag.— Themata der Aufſätze: 1) Inwie⸗ fern liefert das Nibelungenlied eine Beſtätigung des Dichterwortes:„Das eben iſt der Fluch der böſen Tat, daß ſie fortzeugend Böſes muß gebären“? 2) Inwiefern bewahrheitet ſich in Schillers eigenen Dichtungen ſein Wort über den Beruf des Dichters:„Er preiſet das Höchſte, das Beſte“? 3) 1ℳ1 dν εᷣuτi ⁶αννρνέιν Fοσe⁊τ, 1 dε deεα πααοος ννπ ꝛ( ιeev.(Xen. Anab. III. 1,38.) 4) Worauf beruht und wie zeigt ſich die wahre Vaterlandsliebe?(Klaſſenaufſatz.) 5) Es ſtürzt den Sieger oft ſein eigenes Glück. 6) Was will des Dichters Ausruf beſagen:„Quid non mortalia pectora cogis, auri sacra ſames!“?(Klaſſenaufſatz.) 7) Welche Berührungspunkte weiſen Schillers Ballade „Der Kampf mit dem Drachen“ und Kleiſts Schauſpiel„Prinz Friedrich von Homburg“ im Inhalt und im Gehalt auf? 8)„Nicht die Gewalt der Arme, ſondern die Kraft des Gemütes iſt es, die Siege erkämpft“.(Klaſſenaufſatz.) 3 St. Heun.
3. Latein. Geleſen wurde: Horaz: Oden Buch l und II mit Auswahl, ſowie einzelne Satiren; einzelne Gedichte und Stellen wurden auswendig gelernt; Tacitus: Germania und von den Hiſtorien Buch IV mit Auswahl; Ciceros Briefe und Livius Buch II, beides mit Auswahl. Stiliſtiſche Ubungen nach Berger, ſchriftliche Überſetzungen nach Vorſchrift. 7 St. Dr. Marxr.


