4. Geſchichte und Erdkunde. Lebensbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. 1 St. Brunzel. Grundbegriff der Erdkunde. Anleitung zum Verſtändnis des Globus und der Karten. Der Regierungsbezirk Wiesbaden. 2 St. Brunzel.
5. Rechnen. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten. Die deutſchen Maße, Gewichte und Münzen nebſt Übungen in der decimalen Schreib⸗ weiſe und den einfachſten decimalen Rechnungen nach Schellen I. Teil§ 2— 6, 7, 10—15, 22—28. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit. 4 St. Seck.
6. Naturkunde. Erklärung der Formen und Teile vorliegender Blütenpflanzen. Be⸗ ſchreibung wichtiger Säugetiere und Vögel. 2 St. Maßfeller.
Techniſche Fächer.
a) Turnen: Die Anſtalt beſuchten im Sommerſemeſter 238, im Winterſemeſter 243 Schüler. Von dieſen waren befreit:
Vom Turnunterricht. 5 Von einzelnen Übungsarten:
überhaupt: Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes: im Sommer 25, im Winter 26 im Sommer 2, im Winter 2 aus anderen Gründen....[„„ 10,„„ 10„„ 8,„„ 8 zuſammen im Sommer 35, im Winter 36 im Sommer 10, im Winter 10 Alſo von der Geſammtzahl der Schüler...[Sommer 8,5%, Winter 8,5% Sommer 4%, Winter 4%
Es beſtanden 4 Turnabteilungen, die in 12 Turnſtunden unterrichtet wurden; in der Sekunda erteilte Oberlehrer Wurm, in Prima, Tertia und den 3 unteren Klaſſen Oberlehrer Th. Becker den Turnunterricht.
Im Sommer ſowie im Anfange des Winterſemeſters wurde im Freien auf dem unmittelbar am Gymnaſialgebäude liegenden Platze geturnt, ſpäter in der ungefähr 100 Schritte vom Gymnaſial⸗ gebäude entfernten Turnhalle des Königl. Lehrerſeminars. Im Sommer wurden die Schüler oft zum Schwimmen geführt.
Bewegungsſpiele wurden im Sommer auf dem Turnplatze vorgenommen. Außerdem beſteht zur Pflege von Bewegungsſpielen eine Vereinigung von Schülern, die namentlich im Fußballſpiel ſich üben. Die Schüler, die im biſchöflichen Konvikte wohnen, ſpielen und turnen außerdem auf eigenem Spiel- und Turnplatz.—
b) Geſang. Prima bis Quarta inkl. gemiſchte Chorlieder aus Palme, Sangesluſt. Choräle aus Jepkens. Meſſen von Stein und Scharbach für Männerchöre. 2 St.— Quinta und Sexta komb. Aus der allgemeinen Muſiklehre: Tonbildung, Notenſyſtem, muſikaliſche Zeichen, Geſtalt und Geltung der Noten und Pauſen, die gebräuchlichſten Takt⸗ und Tonarten, Intervalle. Einſtimmige Lieder. 2 St. Seck.
c) Zeichnen. Obertertia: Zeichnen nach Gipsmodellen. 2 St.— Untertertia: Zeichnen nach Gipsmodellen. 2 St.— OQuarta: Zeichnen geradliniger zuſammengeſetzter geometriſcher Figuren und Geräte nach Vorzeichnung an der Tafel, nach Domſchkes Freihandzeichnen, Abteilung II; Zeichnen nach Draht⸗ und Holzmodellen. 2 St.— Quinta: Zeichnen gerader Linien und geradliniger geome⸗ triſcher Figuren nach Vorzeichnung an der Tafel, nach Domſches Freihandzeichnen, Abteilung I und II. 2 St.— An fakultativen Zeichnen nahmen im Winterſemeſter 6 Schüler aus den oberen Klaſſen


