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2. Schüler⸗Bibliothek.
Zurbonſen, Quellenbuch.— Heinze, Quellen-Leſebuch.— Marcinowski und Frommel, Bürger⸗ recht und Bürgertugend.— Lindner, der Krieg gegen Frankreich.— Tom Browus Schuljahre.— Kurſchat, Hanno, der Liliputerfürſt.— Hübner, Jugendfreund. V.— Röchling und Knötel, der
Alte Fritz in 50 Bildern.“
3. Unterſtützungsbibliothek. Die Verlagsbuchhandlung von Teubner ſchenkte mehrere Exemplare der Neubearbeitung von Oſtermann für VI bis VII und die von Herwig von Plötz⸗Klares' Elementarwerk.
4. Anſchauungsmittel. Hölzels Bilder für Anſchauungs- und Sprachunterricht. 1. 2. 3. 4.— Phyſikaliſche und politiſche Schulwandkarte von Amerika, Vereinigte Staaten von Amerika und Auſtralien von Gäbler. — Paläſtina von Algermiſſen.
a) Für den Zeichenunterricht wurden 20 Gipsmodelle angeſchafft. b) Für den Geſang— unterricht wurden angeſchafft: Döring, C. Heinrich, op. 116. Sang der deutſchen Marine mit Clavier⸗ begleitung. 2 Partituren, 18 Stimmen für Sopran, 12 Stimmen für Alt, 12 Stimmen für Tenor, 14 Stimmen für Baß.— Schaber, Guſtav, op. 27. Der Kaiſeraar mit Klavierbegleitung, Part. und Stimmen wie vorhergehend.— Stein, Joſ., op. 4. Meſſe in f. 2 Partituren und 23 Stimmen für Männerchor.— Scharlach, Edm., op. 13. Meſſe in g ohne Credo. 2 Part. und Stimmen pp. wie vorher.— Scharlach, Edm., op 20. Meſſe in C. 2 Part. und Stimmen pp. wie vorher.
Für den Unterricht in der Phyſik wurden angeſchafft: 1 Ampere Geſtell, Elektroſkop mit Conden⸗ ſator. 1 Paar Telephone, 1 Foucaults⸗Pendel. 1 Paar Stimmgabeln, Kochflaſchen, Retorten und andere chemiſche Utenſilien.
VI. Stiftungen und Unterſtützungen.
Das Kuratorium hat gemäß ſeiner Befugnis armen und würdigen Schülern das Schulgeld entweder ganz oder zum Teil erlaſſen. Die Geſamtſumme der Erlaſſe reſp. Ermäßigungen belief ſich auf circa 10% der Soll⸗Einnahmen aus dem Schulgeld. Stiftungen beſitzt die Anſtalt zur Zeit immer noch keine. Ich kann daher hier an dieſer Stelle nur wiederholen, was ich ſchon ſeit Jahren, leider bisher erfolglos, an dieſer Stelle bemerkt habe: das Kaiſer Wilhelms Gymnaſium iſt unter den Gymnaſien des preußiſchen Staates vielleicht das einzige, welches auch nicht über die kleinſte wohlthätige Stiftung zur Unterſtützung braver und talentvoller, aber armer Schüler verfügt. Andere Anſtalten haben mehr oder weniger reiche Fonds zu dieſem Zwecke und ſind ſo glücklich, von Zeit zu Zeit neue Stiftungen zu erhalten. Ich möchte alſo an dieſer Stelle nochmals den Wunſch aus⸗ ſprechen, daß auch für unſere ärmeren Schüler ſich bald edle Wohlthäter finden mögeu, die dieſem gerade im Weſterwalde ſehr empfindlichen Mangel, abzuhelfen ſich entſchließen. Wer der erſte iſt, hat den ſchönſten Ruhm davon; iſt einmal ein Anfang gemacht, ſo läßt ſich hoffen, daß andere dem ſchönen Beiſpiel folgen werden.


