Jahrgang 
1896
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Berlin, 13. Oktober. Es kann von Oſtern 1896 ab dem Latein in II, le und l eine Stunde mehr als ſeit 1892 zugewandt werden, alſo 7; die Lektüre iſt beſonders zu fördern.

Berlin, 19. November. Ein neuſprachlicher Ferienkurſus für Lehrer höherer Schulen ſoll vom 2. bis 12. Januar in Köln abgehalten werden. An demſelben hat Herr Oberlehrer Dr. Marxr deügeinen

Berlin, 30. November. Drei Exemplare des Werkesder Krieg gegen Frankreich und die Einigun Deutſchlands werden der Anſtalt überſandt.

Caſſel, 2. Dezember. Mit Genehmigung des Herrn Miniſters der gerfllichen pp. Ange⸗ legenheiten wird dem Direktor die von ihm erbetene Verſetzung in den Ruheſtand zum 1. April k. J. gewährt.

Caſſel, 9. Jan. 1896. Zwei Exemplare der Feſtrede des Generals von Miſchke, gehalten bei der Enthüllung des Kaiſer-Friedrich-Denkmals auf dem Schlachtfelde von Wörth werden überſandt; ſie ſollen bei der am 18. Januar zu veranſtaltenden Schulfeier an Schüler als Geſchenk verteilt werden.

III. Chronik der Schule.

Das neue Schuljahr begann 20. April. Die neu angemeldeten Schüler, die nicht von einer berechtigten Anſtalt kamen, wurden einer Prüfung unterzogen. Es wurden 54 Schüler neu aufgenommen.

Der vom Kuratorium zum Oberlehrer gewählte Herr Maßfeller trat am 1. April bei dem hieſigen Gymnaſium ein.

Am 8. Mai wurde der Grundſtein zu dem neuen Flügelgebäude des Gymnaſiums nach einem im Miniſterium in Berlin ausgearbeiteten Plane gelegt. Dasſelbe enthält zwei größere Lehrſäle und vier mittelgroße, ſo daß nunmehr der früher öfters ſehr empfindliche Mangel an Raum völlig gehoben iſt. Allerdings können die neuen Räume erſt beim Beginn des Winterſemeſters in Gebrauch genommen werden.

Die Pfingſtferien dauerten vom 1. bis 10. Juni.

Der Primaner K. Schmidt ſchenkte der Bibliothek drei Bände des Prachtwerkes:Die Völker der Erde von Platz.

Von dem Herrn Buchdrucker Sauerborn erhielt das Gymnaſium im Juli die werthvolle KarteDer Weltverkehr von G. Freitag zum Geſchenk.

Am Dienſtag 13. Auguſt wurde der Unterricht geſchloſſen. Die Herbſtferien dauerten fünf Wochen.

Am 15. October traf der Herr Provinzial⸗Schulrat Dr. Pähler hier ein, um die Anſtalt einer eingehenden Reviſion zu unterziehen. Er beſuchte ſämtliche Klaſſen wiederholt und wohnte dem Unterricht der einzelnen Lehrer bei. In einer Conferenz am 19. Oktober ſchilderte er die ge wonnenen Eindrücke und knüpfte daran Bemerkungen über zweckmäßige Behandlung der einzelnen Unterrichtsfächer.

Am 18. Januar fand die Feſtfeier der vor 25 Jahren erfolgten Stiftung des neuen deutſchen Reiches ſtatt. Sie wurde in dem feſtlich geſchmückten Saale der Kaſinogeſellſchaft gehalten und ver lief in einer ſehr anſprechenden Weiſe; die gewählten Geſänge und Deklamationen, welche ſelbſtredend alle auf das denkwürdige Ereignis ſich bezogen, fanden allgemeinen Beifall und auch die Muſikauf⸗