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Obertertia.
(Ordinarius: Oberlehrer Wurm.)
1. Religionslehre. a) Katholiſche: Die Lehre von den Geboten und den Gnadenmitteln, nach dem Katechismus; Biographien aus der Kirchengeſchichte; Hymnen. 2 St. Dr. Kilian. b) Evangeliſche: Komb. mit Untertertia.
2. Deutſch. Behandlung proſaiſcher und poetiſcher Leſeſtücke(namentlich Schillers Glocke und Wilhelm Tell). Belehrung aus der Poetik und Rhetorik. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten und Dichterſtellen. Alle 4 Wochen ein Aufſatz. Daneben kleinere Ausarbeitungen in der Klaſſe. 2 St. Wurm.
3. Latein. Lektüre: Caesar, de bello Gallico, B. IV, V, VI und VII bis Kap. 41. Ausgewählte Abſchnitte aus Ovid, Metamorphosen. Erklärung des daktyliſchen Hexameters. 4 St. Grammatik: Wiederholung und Ergänzung der Lehraufgaben der llle; Abſchluß der Verbalſyntax in ihren Haupt⸗ regeln. Seyfferts Grammatik. Überſetzen aus Oſtermann. Alle 8 Tage eine Überſetzung ins Lateiniſche im Anſchluß an Geleſenes als häusliche oder Klaſſenarbeit; alle 6 Wochen ſtatt der er— wähnten Klaſſenarbeit eine ſchriftliche Überſetzung ins Deutſche. 3 St. Wurm.
4. Griechiſch. Die Verba in und die wichtigſten unregelmäßigen Verba des attiſchen Dialekts. Die Präpoſitionen. Wiederholung und Ergänzung der Lehraufgabe der llle. Ausgewählte Hauptregeln der Syntax im Anſchluß an Geleſenes. Kochs Grammatik. Alle 14 Tage eine ſchrift⸗ liche häusliche oder Klaſſenarbeit. Üüberſetzen und Vokabellernen aus Weſener ll. Xenophon, Anabasis B. 1 und 2. 6 St. Wurm.
5. Franzöſiſch. Lektüre: Galland: Hist. de Sindbad le Marin. Rollin, Biographies d'hommes célèbres mit Auswahl. Übungen im richtigen, betonten Leſen und im Sprechen im An— ſchluß an Geleſenes und Vorkommniſſe des täglichen Lebens. Grammatik: Die wichtigſten unregel⸗ mäßigen Verba repetiert; Gebrauch von avoir und être, Wortſtellung, Geſchlecht der Subſtantiva, des Adjectivs, die Zahlwörter, die wichtigſten Präpoſitionen, Gebrauch der Tempora, das Weſentliche vom Indicativ und Conjunctiv. Vokabellernen. Mündliche Üüberſetzungen zur Einübung der genannten Regeln nach Plötz Schulgrammatik. Penſa, Extemporalien, Diktate. Zuweilen eine ſchriftliche Über⸗ ſetzung in's Deutſche. 3 St. Bloemer.
6. Geſchichte. Deutſche Geſchichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen, insbeſondere brandenburgiſch⸗preußiſche Geſchichte. Pütz, Leitfaden. 2 St. Wurm.
7. Erdkunde. Phyſiſche Erdkunde Deutſchlands. Die deutſchen Kolonien. Daniels Leitfaden. Einfache Kartenſkizzen. 1 St. Wurm.
8. Mathematik. Vereinigung ungleichnamiger Quotienten, Diviſion durch mehrgliedrige Ausdrücke, Proportionen, Ausziehen der Quadratwurzel. Gleichungen l. Grades mit einer Unbe⸗ kannten. Die Nichtkongruenz der Dreiecke, die merkwürdigen Punkte im Dreieck, die Lehre vom Kreiſe und die Proportionen am Dreieck. Repetition des Penſums der Untertertia und Konſtruktions⸗Auf⸗ gaben. Heis und Focke und Kraß. 3 St. Hch. Becker.
9. Naturwiſſenſchaft. Der Körper des Menſchen. Mechaniſche Erſcheinungen. Von der Wärme. 2 St. Hch. Becker.
Untertertia. (Ordinarius: Oberlehrer Dr. Marx.)
1. Religionslehre. a) Katholiſche: Glaubenslehre, Sittenlehre bis zum 5. Gebot, nach dem
Katechismus; Bibliſche Geſchichte: Altes Teſtament mit beſonderer Hervorhebung ſeines vorbereitenden


