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4. Griechiſch. Repetitionen aus der Formenlehre und der syntaxis verbi; die Kaſuslehre nach Koch. Domeſtica und Klaſſenarbeiten, meiſt nach Dzialas. 2 St.— Lektüre: Lyſias:„gegen Eratoſthenes“ und„für Mantitheos“, Xenoph. Cyrop. I 2, 3, 4, 5, II 1, VIII 7.— Homer Odyss. IX, X, XI, XII, XIII, XVII, XXII; kurſoriſch(monatl. 1 St.) XIV und XVI. Geeignete Stellen memoriert.— Im Sommer wöchentlich abwechſelnd 5 St. proſaiſche oder poetiſche Lektüre, im Winter Homer 3 St., Xenoph. Cyr. 2 St.— 7 St. Dr. Knoegel.
5. Franzöſiſch. Wiederholung des Penſums der II. Einübung der Abſchnitte über den Konjunktiv, das Participium und die Fürwörter nach der Schulgrammatik von Plötz. Auswendig⸗ lernen von Vokabeln. Mündl. u. ſchriftl. Ueberſetzen nach Plötz. Extemporalia, Penſa. Lektüre: Erckmann-Chatrian: Histoire d'un conscrit de 1813. 2 St. Bloemer.
6. Hebräiſch. Die Formenlehre bis zur Nominallehre. Einübung derſelben an den Uebungs⸗ ſtücken in Seffers Elementarbuch. 2 St. Eyſert.
7. Geſchichte und Geographie. Geſchichte der Römer nach dem Grundriß der Geogr. und Geſchichte von Pütz. 2 St. Geographie der außereuropäiſchen Erdteile nach dem Leitfaden von Daniel. 1 St. Schmitz.
8. Mathematik. Wiederholung des Penſums der II2.; dann Algebra: Die Lehre von den Potenzen und Wurzeln, Logarithmen; Gleichungen II. Gr. mit 1 und mehreren Unbekannten; Syntheſis; arithmetiſche und geometr. Reihen. Zinſeszinsrechnung. Lehrbuch von Heis. Planimetrie: Proportionalität der Linien und Flächen incl. der Berechnung des Kreiſes; die dazu gehörigen Auf⸗ gaben 357— 391. Lehrbuch von Focke und Kraß. Trigonometrie: I. Teil: Goniometrie. Lehr⸗ buch von Focke und Kraß. 4 St. Prof. Breuer.
9. Phyſik. Die Lehre vom Magnetismus und der Elektrizität; die Lehre vom Schalle. Lehrbuch von Koppe. 2 St. Prof. Breuer.
Unterſekunda. (Ordinarius: Gymnaſiallehrer Dr. Knoegel.)
1. Religionslehre. a) Katholiſche: Komb. mit Oberſekunda.— b) Cvangeliſche: Komb. mit Prima.
2. Deutſch. Das Wichtigſte aus der Poetik und Stiliſtik nach Buſchmanns Anleitung. Schillers Balladen und„Jungfrau von Orleans.“ Im Anſchluſſe hieran Uebungen im Disponieren. Schillers Leben. Monatlich ein Aufſatz. Aufſatzthemata: 1) Charakteriſtik des Söldnerführers Klearchos. 2) Ein Spaziergang durch den„Tiergarten“ im Frühling. 3) Der letzte Poſtwagen und die erſte Lokomotive in Montabaur. 1) Xenophons erſtes Auftreten. Nach Anab. III. 1.(Klaſſenarbeit.) 5) Durch welche Gründe ſucht ſich der Ritter in Schillers„Kampf mit dem Drachen“ zu verteidigen? 6) Inhaltsangabe der beiden letzten Scenen des erſten Aufzuges in Schillers„Jungfrau von Orleans.“ 7) Die Zuſtände in Frankreich beim Auf⸗ treten der Jungfrau von Orleans. Nach den erſten Scenen von Schillers„Jungfrau von Orleans.“(Klaſſenarbeit). 8) Die Segnungen des Ackerbaus. Nach Schillers Gedicht:„Das eleuſiſche Feſt“. 9. Durch welche Gründe weiß die Jungfrau von Orleans Philipp den Guten von Burgund wieder auf die Seite ihres Königs zu ziehen? Nach Schiller. 10) Die Belagerung und Entſetzung von Orleans. Nach Schiller.(Klaſſenarbeit.) 2 St. Dr. Knoegel.
3. Latein. Repetition der Kaſuslehre und eingehender die der Tempora und Modi nach der Grammatik von Seyffert. Einſchlägige Stücke aus Oſtermann für III. Süpfle II. etwa 30 Abſchnitte. Stiliſtiſches. Klaſſenarbeiten und Domeſtica. 3 St.— Lektüre: Cic. in Cat. I. u. IV., pro Ligario, pro rege Deiotaro, Livius XXI. 30 Cap. 3 St.— Vergil Aen. I. u. II.— Im Sommer
Kand. Becker. 2 St.— 8 St. Dr. Knoegel.


