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Vom 4. Juli: Mittheilung einer Miniſterialverfügung vom 30. Juni, worin Beſtim⸗ mungen über die Aufnahme der von andern Anſtalten kommenden Schüler getroffen werden. Hier⸗ nach ſollen Schüler, die mit einem ordnungsmäßigen Abgangszeugniſſe verſehen ſind, in welchem ausdrücklich die nach Conferenzbeſchluß erfolgte Verſetzung in eine höhere Klaſſe bezeugt wird, ohne eine Aufnahmeprüfung in die betreffende Klaſſe des Gymnaſiums, an welches ſie übergehen wollen, aufgenommen werden, falls zwiſchen dem Abgange von der früheren und dem Eintritt in die neue Anſtalt nicht mehr als 6 Wochen Zwiſchenraum liegen.
Vom 29. Juni. Mittheilung einer Miniſterialverfügung vom 20. Juni, worin der fernere Gebrauch der deutſchen Leſebücher von H. Bone verboten wird; es ſoll ein neues Leſe⸗ buch in Vorſchlag gebracht werden.
Vom 6. Juli: Anordnung einer neuen und eingehenden Aufnahme des gegenwärtigen Perſonalſtandes bei den höheren Lehranſtalten.
IV. Statiſtiſches.
Des Curatorium des Kaiſer Wilhelms Gymnaſiums beſtand beim Beginn des Winter⸗ ſemeſters aus folgenden Herren: 1. Graf von Schmiſing⸗Kerſſenbrock, königl. Landrath, Vorſitzen⸗ der. 2. Bürgermeiſter Waterloo. 3. Decan Laux. 4. Regens Spring. 5. Kaufmann A. Bol⸗ lentin. 6. Uhrmacher Breidling. 7. Kaufmann Cuſter. 8. Rentner Löhr. 9. Gymnaſialdirector Dr. Werneke. Zwei der Genannten ſtarben im Laufe des Jahres, nämlich der Bürgermeiſter Waterloo am 27. Novbr. 1875 und der Kaufmann A. Bollentin am 6. Mai 1876. Beide Herren haben ſich um die Gründung des Gymnaſiums weſentliche Verdienſte erworben und ſich ein ehrenvolles Andenken geſichert. Bei ihrer Beſtattung erwies das Gymnaſium in corpore ihnen die letzte Ehre. Für den verſtorbenen Bürgermeiſter Waterloo trat der neugewählte Bürgermeiſter Neurohr als Mitglied in das Curatorium ein.
Die Mitglieder des Lehrercollegiums ſind in den mitgetheilten tabellariſchen Ueberſichten aufgezählt.
Das Schuljahr 1875— 1876 wurde mit einer Geſammtzahl von 234 Schülern eröffnet; davon ſaßen in Ia 43, in Ib 19, in IIa 27, in IIb 30, in IIIa 31, in IIIb 24, in IV 21, in V. 22, in VI. 17. Von dieſen ſtarb einer(in IIb.) gleich zu Anfang des Schuljahrs; 25 Abiturienten verließen Oſtern mit dem Zeugniß der Reife das Gymnaſium; außerdem traten 10 Schüler aus verſchiedenen Klaſſen um Oſtern aus. Dagegen traten beim Beginn des Sommer⸗ ſemeſters neu ein 24, ſo daß ſich die Geſammtzahl im Sommerſemeſter auf 222 belief; davon ſaßen in Ia. 21, in Ib. 16, in IIa. 24, in IIb. 50 in 1IIa. 35, in IIIb. 25, in IV. 25, in V. 25, in VI. 21.
Die Geſammtſumme der Schüler, die im Schuljahr 1875— 76 das hieſige Gymnaſium beſuchten, beläuft ſich demnach auf 258. Von dieſen waren 239 katholiſch, 14 evangeliſch, 5 is⸗ raelitiſch; 88 einheimiſch bei den Eltern wohnend, 170 auswärtig.


