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e) Deklamation. Abth. III. Kleine Gedichte aus dem oben angegebenen Leſebuch wurden gelernt. Abth. II. memorierte Gedichte aus dem oben angeführten Leſebuch und aus den„deutſchen Dichtungen“, Abth. 1. trug Gedichte aus den„deutſchen Dichtungen“ und ihrem Leſebuch vor.
Aechnen. a) Tafelrechnen. Abth. III. Die vier Grundrechnungsarten im Zahlenkreis 1— 100 nach der Rechenmaſchine. Abth. II. Die vier Species mit unbenannten Zahlen. Abth. I. Die vier Species mit unbenannten Zahlen wiederholt, ſodann die vier Grundrechnungsarten in benannten Zahlen nach dem 3. Lehrgang von Niepoths Rechenbuch. Einfache Regel⸗de⸗tri⸗Aufgaben.
b) Kopfrechnen. Abth. III. Die vier Grundrechnungsarten innerhalb des Zahlenkreiſes 1— 100 in leichteren Aufgaben. Abth. II. Die vier Grundrechnungsarten in unbenannten ganzen Zahlen. Leichte Regel⸗de⸗tri⸗Aufgaben. Abth. I. Die vier Species mit benannten ganzen Zahlen. Löſung von ſchwereren Regel⸗de⸗tri⸗Aufgaben.
Anſchauungsunterricht und Geographie. Abth. III. Im Anſchauungskreiſe der Kinder liegende Dinge und Erſcheinungen wurden beſprochen. Abth. II. Die wichtigſten Vorbegriffe zur Geographie im Anſchluß an Michelſtadt und deſſen nächſte Umgebung; das Flußgebiet der Mümling nach einer leicht verſtändlichen Zeichnung an der Wandtafel. Abth. I. Das Großherzogthum Heſſen nach der Karte; Rhein, Main und Neckar.
Schönſchreiben. Abth. III. Elementariſche Entwicklung des kleinen und großen deutſchen Alphabets auf der Schiefertafel. Taktſchreiben. Abth. II. Einübung des kleinen und großen deutſchen Alphabets im Schreibheft. Abth. I. Vervollkommnung des deutſchen und Einübung des engliſchen Alphabets. Das Taktſchreiben wurde beibehalten.:
Geſang. Mehrere ein⸗ und zweiſtimmige Jugendlieder wurden eingeübt und die Tonleiter häufig geſungen.
Turnen und Spaziergang Bildung der Reihe, Drehungen im Stehen. Taktgehen an Ort und von der Stelle in verſchiedenen Ganglinien. Schrittwechſelgang. Taktlaufen. Bildung des Reihen⸗ körpers. Leichte Uebungen im Klettern, Springen und an der wagrechten Leiter, ſowie einige leichte Arm⸗ und Beinübungen. Turnſpiele. Kleine Spaziergänge in der Umgegend von Michelſtadt. Die da⸗ bei gemachten Erfahrungen wurden beim Anſchauungsunterricht und in der Geographie verwendet.
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B. Realſchule.
(10. bis 16. Jebensjahr.)
1. Lehrplan der Realſchulen II. Ordnung des Großherzogthums Heſſen nach Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern und der Juſtiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, vom 11. October 1879.
1. Die Großherzoglich Heſſiſchen Realſchulen II. Ordnung beſitzen 6 von einander geſchiedene Klaſſen mit je einjährigem Kurs. Der Regel nach nehmen ſie in die unterſte Klaſſe Knaben auf, welche das zehnte Lebensjahr zurückgelegt haben. Bei genügender leiblicher und geiſtiger Reife können auch ſolche Knaben aufgenommen werden, welche bis zum nächſten 30. September und beziehungsweiſe 31. März das zehnte Lebensjahr vollenden. 1 Bei der Eintrittsprüfung ſind folgende Kenntniſſe nachzuweiſen: Sa. Fahigkeit deutſche und lateiniſche Schrift ſchreiben und mit richtiger Betonung leſen zu können; b. ziemliche Sicherheit in der Rechtſchreibung der in der gewöhnlichen Sprache des täglichen Lebens vorkommenden deutſchen Wörter; c. Kenntniß der Begriffswörter, ihrer Eintheilung und Beugung, ſowie des einfachen Satzes; d. Kenntniß der 4 Grundrechnungsarten in unbenannten und benannten ganzen Zahlen.


