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.Die Congeſtionen des Blutes zum Kopfe; das Kopfweh; das Naſenbluten;
.Die Verkrümmungen der Wirbelſäule;
. Die Erkrankungen der Bruſteingeweide;
Die Erkrankungen der Unterleibsorgane;
und zählt zu den Urſachen derſelben auch das Sitzen im Schullokal, insbeſondere das Verhältniß von Bank und Tiſch, Größe der Sitzplätze, Einrichtung derſelben, Dauer des Sitzens.
Die Beobachtungen anderer Aerzte beſtätigen die Wahrnehmung, daß der Grund zu dieſen Uebeln in der Schule gelegt wurde. So fand z. B. Cohn unter 10,060 beobachteten Schülern 17,1% nicht normal⸗ ſichtig, wobei ſich herausſtellte, daß der Procentſatz mit der Höhe der Schule und in derſelben Schule mit Höhe der Klaſſe wachſe. Während in den Dorfſchulen etwa 5% nicht normalſichtig waren, fanden ſich in den ſtädtiſchen Volksſchulen 14,7%, in den Mittelſchulen 19,2%, in den Realſchulen 24%, in den Gymnaſien ſogar 31,7%; in Klaſſe VI eines Eymnaſiums 12,5%, dagegen in Klaſſe 1 desſelben 55,8% Kurzſichtige. Fahrner,„das Kind und der Schultiſch,“ Zürich, 1865, fand, daß faſt 90% der ſeitlichen Rückenverkrümmungen, der ſogenannten Skolioſe, während der Schulzeit begonnen hatten und genau der fehlerhaften Schreibhaltung der Schüler entſprechen. Seinem Scharfſinn gelang es, die Hauptquelle aller dieſer Uebel in der allzugroßen Diſtanz, d. h. in dem horizontalen Abſtand zwiſchen Bank und Tiſch zu finden. Dieſe Diſtanz iſt zwar nothwendig für die Stehhaltung des Schülers, allein ſie macht eine richtige Schreibhaltung unmöglich, und da die Schüler einen ſehr großen Theil der Schulzeit in der letzteren Haltung zubringen müſſen, ſo wirkt ſie ſehr nachtheilig auf die normale Entwicklung des Kindes. Welche Bedeutung dieſe fehlerhafte Schreibhaltung auf die Geſundheit der Schüler haben muß, erſieht man am beſten aus der Schilderung derſelben, die wir in den Worten Fahrners wiedergeben in der Ueberzeugung, daß jeder aufmerkſame Lehrer unzählige mal Gelegenheit hatte, dieſe Stellung genau ſo zu beobachten. Fahrner ſagt, Seite 17:
„Vor Beginn des Schreibens ſitzen die Schüler durchweg gerade, beide Schulterblätter ſtehen gleich⸗ weit nach hinten, d. h. ſind mit dem Tiſchrande parallel, die Schiefertafel oder das Heft liegt ſo vor dem Kinde, daß ihr linker Rand die Mittellinie des Körpers etwas nach links überragt, ſobald aber das Schreiben anfängt, ſo bewegen alle den Kopf etwas nach vorwärts und links, ohne die übrige Stellung merklich zu ändern. Bald jedoch ſinkt der Kopf mit einem raſchen Ruck abwärts, ſo daß der Hals⸗ theil der Wirbelſäule mit dem Rückentheile einen bedeutenden Winkel macht. Nach kurzer Zeit ſinkt auch die obere Partie des Rückens ein, ſo daß ſie an den, durch die Oberarme geſtützten Schulterblättern hängt und von dieſem Augenblick an theilen ſich die Schüler in zwei Gruppen, je nach der Stelle der Tafel, auf welcher ſie in dieſem Momente ſchreiben. Diejenigen nämlich, welche auf der oberen Hälfte der Tafel oder zu Anfang der Linie ſind, können ſich auf beide Ellenbogen ſtützen und laſſen die Bruſt gerade hinunter auf den Tiſch ſinken, wobei ſich der Rücken einfach nach hinten krümmt, ich nenne dies den krummen Rücken; die Augen ſind dabei 3— 4“ vom Tiſch entfernt und ſehen gerade hinunter auf die Schrift. Als Stützpunkte dienen ſchließlich der vordere Theil der Bruſt, der linke Ellenbogen, der immer weiter nach außen rückt und bedeutend vom Körper abſteht, endlich der rechte Vorderarm an einer beliebigen Stelle zwiſchen Ellenbogen und Handgelenk. Diejenigen Schüler aber, welche in jenem kritiſchen Momente am Ende einer Zeile oder gar unten an der Tafel angekommen ſind, können im rechten Ellenbogen keine Stütze mehr finden, da dieſer zu weit über den Tiſch hinausragt und vom Körper abſteht; ſie ſind alſo gezwungen, ſich auf den linken allein zu ſtützen und müſſen deßhalb die Wirbelſäule nicht nur biegen, ſondern auch rechts um ihre Arxe drehen, dadurch entſteht der ſchiefe Rücken. Als Stützpunkt dienen die linke Seite der Bruſt und der linke Ellenbogen, der weit nach links und vom Körper abſteht; der Kopf iſt gegen die linke Schulter geneigt, der rechte Arm mit flügelartig abſtehendem Schulterblatt ruht mit irgend einer Stelle des Vorderarms auf dem Tiſch, die Augen ſind oft blos 2—3“ von der Schrift entfernt, ſtark nach rechts gerollt, faſt über das Papier hinſchielend.“ Und weiter:
„Je länger und weiter wir dieſem Zerfalle der Stellung zuſehen und je häufiger ſich derſelbe vor unſeren Augen wiederholt, deſto mehr frappirt uns ſeine Regelmäßigkeit, ja es drängt ſich bald die Ueber⸗ zeugung auf, daß hier ein beſtimmtes phyſikaliſches Geſetz wirke, welchem die Kinder nachgeben müſſen, und wir begreifen auf einmal, warum die beſte Disciplin nichts dagegen vermag. Die hier wirkende Kraft iſt die Schwerkraft.“
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