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Statiſtiſche Erhebungen
über die Farbe des Auges, des Haares und der Haut der Real⸗ und Vorbereitungsſchüler.
A. Vorbe⸗ B. Nealſchule. reitungs⸗. Klaſſen. ſchule. VFr V. W. II I T dir daß ü dar 3 dar uden. u u ud— Ju Ju 1. Blaue Augen, blonde Haare, weiße Haut 10— 6— 13— 187— 7— 6——— 2.„„ braune„„„ 1— 1— 3—— 1— 1——— 2— 3.„„„„ braune„———— 1——————————— 4. Graue Augen, blonde Haare, weiße Haut] 12— 9— 12 1 12— 3— 5——— 5.„„ braune„„„ 8 2 3 1 5—õ41——-— 2— 2— 5„„ raune„ braune———— 1———————— 7.„ warze„——----—--—---—-———— 8. Braune„ blonde„ welße„ 4— 114 1 7 2 8— 13 3—— 4— 9.„„ braune„„„ 9 4—— 10 4 2— 3 1 2— 3— 10.„„„„ braune, 2 2—— 1— 2— 11——— 11.„ ſchwarze„„„ 11— 11 1 1 11 1. 1—= 2—
Wir erſehen hieraus, daß 60 Schüler, alſo ½¼ oder 25%, blaue Augen, blonde Haare und weiße Haut haben. Am 1. Juni machten wir unſern Sommerausflug. Die beiden Unterklaſſen mit 82 Schülern, geführt von Herrn Reallehrer Heußlein und Herrn Lehrer Weis, traten am Morgen dieſes Tages eine kleine Fußtour in die Umgebung von Michelſtadt an. Herr Reallehrer Heußlein gibt über den Verlauf derſelben folgende Mittheilungen zu den Acten: Am 1. Juni machten Klaſſe V und VI unter Führung ihrer Klaſſenlehrer Heußlein und Weis einen größeren Spaziergang in die benachbarten, üppig grünen Wälder.— Um 9 Uhr verſammelten ſich die Schüler an der Bahn, wo ſie ihre auswärtigen Kameraden, die mit dem Zug ange⸗ kommen, begrüßten und ſich dann in Reih und Glied ſtellten, bereit zum Marſche. Es war eine ſtattliche Schaar, über 80 Schüler, alle mit vergnügten Geſichtern und voll fröhlichen Cifers. Sofort ſtimmten ſie ein Marſchlied an und ließen es aus voller Kehle erſchallen, dem bald ein zweites Lied folgte, ein drittes und mehr. So unter ſchallendem Sang zogen ſie durch Steinbach und gingen über die Anhöhe nach den ſog. 8 Buchen. Hier genoßen ſie die hübſche Ausſicht und begrüßten noch einmal Michelſtadt mit dem Lied:„Lieb Heimathland ade“. Die regelmäßige Ordnung war einer ſelbſtſtändigen Gruppirung gewichen und ohne Zwang unterhielten ſich die Schüler mit ihren Lehrern und untereinander in dem herrlichen Buchengrün, die Einen ſich die Mützen mit Laub bekränzend, die Andern Schmetterlinge und Käfer ſam⸗ melnd. So kam man an der Kohlgrube an, wo am Saume des Waldes eine halbſtündige Raſt gemacht und ein Imbiß eingenommen wurde. Dadurch wieder erfriſcht, ging es munter vorwärts und ob die Sonne auch allmählich ſehr die Scheitel drückte, verdarb ſie doch nicht den Genuß an dem duftigen Tannenwald, den bunt blühenden Wieſen mit dem kleinen See.— So kam man am Reichenberger Forſthaus vorüber und näherte ſich endlich dem langen Moſſau, wo um 1 Uhr allgemein in dem Saale des Herrn Kredel gegeſſen und getrunken wurde. Kaum war ſo die Jugend geſtärkt, da ſchmetterte ſie auch wieder aus vollſter Kehle— wie ſich ſelbſt überbietend— Lieder der verſchiedenſten Art, die Müdigkeit war verſchwunden. Es ward dann noch ein wenig im Freien herumgetummelt und nach 2 Uhr der Rückweg angetreten, ſo daß den auswärtigen Schülern noch die Möglichkeit geboten war, um 4 Uhr mit der Bahn nach Hauſe zu kommen. Im Hofe der Realſchule trennten ſich die Schüler, allgemein vergnügt über dieſen Tag. Die vier Oberklaſſen mit 93 Schülern fuhren an demſelben Tage in Begleitung des Unterzeichneten und der Herren Reallehrer Litt, Dr. Burger, Kromm, Becker, des Herrn Lehrers Hilß und des Herrn Stadt⸗ pfarrers Marguth, der den Confirmandenunterricht der Realſchüler dieſes Jahr leitete, mit dem erſten Zuge nach Aſchaffenburg, wo wir vor 8 Uhr ankamen. Sogleich traten wir noch in der Kühle des Morgens unſeren Marſch nach dem etwa 1 Stunde entfernten ſchönen Buſch an. Unſer Weg führte durch einen Theil des ſchönen Thales, durch mehrere Straßen der Stadt, über die Mainbrücke. Schon auf dieſem Wege hatten wir vielfach Ge⸗ legenheit, uns der herrlichen Lage dieſer Stadt zu erfreuen und die intereſſanten Gebäude derſelben zu be⸗


