Jahrgang 
1867
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AARAᷓRAAAANN

In der Naturkunde wurden unter Anknüpfung an die organiſchen und unorganiſchen Beſtandtheile der Pflanzen und Thiere, die wichtigſten Geſetze der Phyſik und Chemie erläutert, einige chemiſche Grundſtoffe und deren Verbindungen, welche für die Landwirthſchaft wichtig ſind, dargeſtellt, hiernach der Bau und das Leben der Pflanzen und der Thiere durchgenommen und insbeſondere die Ernährung und die Nahrungsmittel der Pflanzen und Thiere betrachtet. In der practiſchen Geometrie wurden die Zöglinge mit den wichtigſten Meß⸗ werkzeugen bekannt gemacht und deren Anwendung auf dem Felde gezeigt.

Indem wir nun noch das Namensverzeichniß der Jünglinge, die während des Winter⸗Curſus die Acker⸗ bauſchule beſucht haben, angeben, können wir es nicht unterlaſſen, unſer Bedauern darüber auszuſprechen, daß auch dieſes Jahr der Beſuch der Ackerbauſchule ſo ſchwach geweſen iſt. ofiuo

Ackerbauſchüler im Winter 1866/67.

1. Bär, Johannes aus Steinbuch im Kreis Erbach 15 Jahre alt. 2. Beck, Karl aus Erbach im Kreis Erbach in 16

3. Ihrich, Albrecht aus Ober⸗Moſſau im Kreis Erbach 15

4. Seibert, Adam aus Semd im Kreis Dieburg. 17

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6) Hn der Rcnlſcaleverbundene BDandwerkerschule.

Die unter der Oberaufſicht der Realſchuldirection ſtehende Sonntags⸗Zeichenſchule wurde von 39 an⸗ gehenden Handwerkern beſucht, denen drei Techniker, nämlich Herr Bauaufſeher Scholl, Herr Mechan ikus Meyer und Herr Graveur Hartmann Unterricht im Freihand⸗, Fach⸗, Linear⸗Zeichnen und der darſtellenden Geometrie ertheilten. An der Winterabendſchule wirkten die Herren Reallehrer Litt und Kromm. Das Uunterrichtsmaterial bildeten Schönſchreiben, Rechnen, Geometrie, Or⸗ thograhie und deutſcher Styl. Die Zahl der Theilnehmer an dem unterricht, den die beiden letztge⸗ nannten Lehrer gaben, betrug 15.

7) Chronik der Auſtalt.

In der Schulrede auf dem Actus 1866 wurde die hiſtoriſche Entwicklung des realiſtiſchen Bildungs⸗ zieles und die hieraus ſich ergebende Aufgabe der Realſchule behandelt.

Unſer Sommerausflug fand Donnerſtag, den 7. und Freitag, den 8. Juni ſtatt. Da kleinere Aus⸗ flüge in die Umgegend ſchon in den vorhergehenden Jahren gemacht worden waren, ſo wurde dieſes Jahr eine größere zweitägige Tour auf den Katzenbuckel und nach Eberbach mit den Schülern der oberen Klaſſen unternommen, während die Schüler der unteren Klaſſen einen Spaziergang nach Kirch⸗Brombach machten. So rückten denn alle Schüler Morgens um 6 Uhr aus. Gleich vor der Schule trennten ſich unſere Wege. Die Theilnehmer der kleineren Partie wendeten ſich nach Norden unter Führung der Herren Kromm und Roth, die der größeren nach Süden, begleitet von dem Director und den Herren Litt, Langrock und Hilß. Unſer Weg führte über Erbach, Lauerbach, Schönnen und Ebersberg auf den Krähenberg. Der Nebel, welcher am Morgen noch Berg und Thal gedeckt hatte, war bereits längſt durch die Sonne verſcheucht worden, und wir konnten daher vom Krähenberge aus die ſchönſte Ausſicht genießen. Zuerſt wendeten ſich unſere Blicke dem Ziele unſerer Reiſe, dem in bläulich grüner Färbung vor uns liegenden Katzenbuckel zu, auf dem man deutlich den Thurm wahrnehmen konnte. Dann ließen wir unſere Augen über das ſchöne Gebirgs⸗