Jahrgang 
1850
Einzelbild herunterladen

30

nolo urgere ejus somnia; aber als innere Vorgänge im Gemüthe des Subjectes, als unmit⸗ telbare Aeußerungen deſſelben bleiben ſie doch von Bedeutung, zumal wenn ſie, wie an dieſer Stelle, gar nicht einmal weiter nach außen benutzt werden*). Später kommt er noch einmal vervollſtändigend auf dieſen Traum zurück: er wiederholt V. 9, 22. 23., daß ihm Zeðde Sæœνeu den Traum geſandt habe, 3 ldôev, öre joxero π τ σνεαιμᷣεεσςᷣαν z groœνϊ ²αανιιστιαα εασσα, und wir erfahren hier bei der Gelegenheit zuerſt, daß Zede Saæœσιeu auch einer von den Göttern geweſen ſei, denen er nach Anweiſung des delphiſchen Apollo geopfert habe(III. 1, 6. 8.). Auch trägt er an derſelben Stelle noch ein anderes Zeichen nach, das ihm geworden ſei, als er von Epheſus aufbrach, um ſich dem Kyros in Sardes vorzuſtellen, nämlich zur Rechten ein ſchreiender, jedoch ſitzender Adler.

Solcher Stellen, in denen ſich ganz gelegentlich Bemerkungen eingeſtreut finden, die ſich auf die Perſon des enophon allein beziehen, und faſt nur für ſie Bedeutung haben, finden ſich, außer den bei Krüger angeführten, noch manche andere. Schon oben iſt der Stelle II. 4, 15. gedacht, wo Xenophon vor dem Lager mit dem Proxenos ſpazieren geht, als der Bote die Vorpoſten fragt, wo er wohl den Proxenos oder Klearchos finden könnte. So wird IV. 3, 10. erwähnt, zwei Jünglinge ſeien während des Frühſtücks zu ihm geeilt, denn jeder habe gewußt, man dürfe beim Frühſtück und Mittagsmahl zu ihm dringen und ihn ſelbſt aus dem Schlafe ſtören. Bei einem Angriffe der Karduchen wird Xenophon von ſeinem Schildträger im Stiche gelaſſen; da ſpringt Eurylochos, ein Arkadier aus Louſoi herzu, und hält ihm ſeinen Schild mit vor(IV. 2, 20. 21.). Desgleichen erzählt enophon IV. 5, 35., wie er dem Dorfſchulzen ein älteres Pferd gegeben habe, um es aufzufüttern und dann zu opfern, aus Furcht, es möge ihm ſterben, denn es hatte auf dem Zuge gelitten. V. 6, 25. wird angeführt, daß Thorax der Böotier ſtets mit dem Xenophon wegen der Heerführung in Streit gelegen habe, während dieſer doch überall nur noch in den kurz vorhergehenden Para⸗ graphen 19. und 21. erwähnt wird, und Agaſias wird VI. 4, 11. 10 τ 0¶é¹ Fllos 26 eroorz genannt. Als Herakleides ihn auffordert, dem Seuthes möglichſt großartige Ge⸗ ſchenke zu machen, geräth er in Verlegenheit; denn er hatte von Parion nur einen Sclaven und das nöthige Reiſegeld mit herübergebracht(VII. 3, 20.). Bei der Beſchreibung des Gaſt⸗ mahls beim Seuthes(VII. 3, 29.) wird bemerkt, Xenophon habe ſchon etwas zu viel ge⸗ trunken gehabt, als er ſich und die Seinigen dem Seuthes ſchenkte, während er doch unmit⸗ telbar nach aufgehobener Tafel dem Seuthes die Vorzüge der griechiſchen Sitte bei Nacht⸗ zügen des Heeres höchſt verſtändig auseinanderſetzt, ſo daß dieſer ſich ihm fügt. Beachtens⸗ werth iſt auch noch, daß bei der Neuwahl der Feldherrn nicht allein Klearch und Menon, ſondern auch die unbedeutenderen Sokrates und Agias zuerſt genannt werden, und am Schluſſe erſt: dvrd LIOEOOν Æsvορέν⁴ενρννναεο(III. 1, 47.).

Unmittelbar an die Beſchreibung des Traumes ſchließt ſich(III. 1, 13. 14.) ein förmliches Selbſtgeſpräch des Xenophon, in welchem er mit ſich ſelbſt zu Rathe geht, und die

*) Anders IV. 3, 9., wo Xenophon ſeinen unmittelbar vorher kurz erwähnten Traum dem Cheiriſophos wiedererzählt.