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voraufgegangenes vorausſetzt. Für unſre Auffaſſung nun iſt das erſte Glied das 7x10 0»„ rſj gPöcez, dasjenige, das der Zeit nach zuerſt vorhanden war; im erſten der beiden ange⸗ führten Fälle: was ich(der Wandrer) weiß, im zweiten: wie ihr mich von meinem Sitze aufgerufen habt, und wir werden das derreooy z*⁷ guge, das in der Zeit nach⸗ folgende(hier die beiden Glieder: das ſollſt du wiſſen und: ſo rette mich) mit auch an die vorhergehenden anſchließen. Umgekehrt der griechiſche Dichter: ſeinem Gefühl drängt ſich als Erſtes, als das 7r υατιον τοeς αντν, das Bedürfniß des Momentes, die Gewäh⸗ rung der Bitte um nähere Kunde und die Rettung aus augenblicklicher Bedrängniß, auf, und ſo kehrt er in anticipirender Weiſe das natürliche(ri u‿ce) Verhältniß der Satzglieder um, und ſpricht: du ſollſt wiſſen, was auch ich weiß; und: rettet mich jetzt, wie ihr mich auch vorhin von dort hinweggerufen habt.— Was aus der näheren Erwägung dieſer Dichterſtellen ſich recht deutlich in ſeiner Eigenthümlichkeit herausſtellt, das tritt uns auch nicht ſelten in der einfachſten Proſa entgegen: z. B. Thucyd. 6, 44, 18.: o? 0¾ 00 68 ε˙ν Ʒᷣτεέεαόσάν ⁶μαφφαν εαασα ανι ν ιι éoayz! voce AAol Trduα‿τς Evvydovyj, rod'ro roο⁵σεεν, wo wir nach unſrer Auffaſſung ſagen würden: 5„ε ⅜ϑ ονς &ois Trœlν‿τœνs doxj, roĩro zau ron οσναμι. Andere Beiſpiele vergl. im Ind. z. d. Att. unter α*⁸).
In allen bisher betrachteten Ausdrucksweiſen, durch welche die griechiſche Sprache ſich von andern unterſcheidet, iſt das Gemeinſame dieß: daß das Beſtreben nach lebhafter Vergegenwärtigung des momentanen Eindrucks und nach ſinnlicher Anſchaulichkeit innerhalb der verſchiedenen Glieder einer Periode eine Stellung und Anordnung hervorruft, welche mit der ſtreng logiſchen Auffaſſung nicht übereinſtimmt. Faſt noch auffallender tritt die Wirkung deſſelben Grundes in derjenigen Erſcheinung hervor, wo der von dem einfachſten Sprachgeſetz und der nächſten Verbindung geforderte Caſus einem von außen übermächtig vordringenden Einfluß aufgeopfert und willkürlich verändert wird: ich meine in der ſogenannten Attraction**) des relativen Pronomens, welche uns zwar durch den weit verbreiteten Gebrauch zur alltäg⸗ lichſten Sache geworden iſt, doch aber einen beſonders überzeugenden Beweis gewährt, in welchem Grade die ſubjective Licenz ins Fleiſch und Blut der griechiſchen Sprache einge⸗ drungen iſt. Man bringe ſich nur das innere Verhalten irgend eines beliebigen der Tauſende
*) Verwandt mit dieſer Verſetzung der Partikel Xol aus dem Hauptſatz in den Relativſatz iſt die aͤhn⸗ liche Verſchiebung des ö 1— in Stellen wie Sopb. Aj. 15.&0 ⁴αα˙έςςmσοο‧*⁴ϑ ο Tos% αακςσ‧—†&όνννμ eωνQν ²⁸α νυνααριρσ⁴α—†οεvi. Die Analogie wird um ſo zu⸗ treffender, wenn man auf die urſprüngliche Bedeutung des d ονς zurückgeht, die nur eine gleich⸗ ſtellende iſt, wie die von xcel, ähnlich dem deutſchen gleichwohl,
**) Krüger Gr. Spr.§. 51, 10 nennt die Bezeichnung„Attraction“ falſch und unpaſſend, und empfiehlt dafür den Ausdruck Aſſimilation. Im Grunde ſagen beide Worte doch daſſelbe, und mir ſagt das W. Attraction darum mehr zu, weil darin die von außen kommende Einwirkung mehr hervorgehoben iſt, während das W. Aſſimilation leicht nur auf die äußere Erſcheinung bezogen werden möchte.


