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zu Vermeidende poſitiv als das Object zu dem voraufgehenden Verbum(æ⁵ιι dπεένμασ u. dergl.) hinzuſtellen, ſondern wiederum folgt er ſeinem ſubjectiven Gefühl, gibt gleichſam ſeiner perſönlichen Sorge Ausdruck, indem er dem von dem ſchon negativen Worte ab⸗ hängigen Infinitiv noch einmal das ablehnende„ hinzufügt. Eni èE krn al eœασασας uvæ dnesᷣσeντο επmc¶·xi* Leurεοωνπ„ droæreöwat, ſagt Thukydides 5, 25, I1., ſie enthielten ſich ſo lange, nicht, wie wir ſagen würden, der gegenſeitigen An⸗ griffe, ſondern ſich nicht zu bekriegen; oder 2, 53, 1: 6Eov Sröluα zis(während der Peſt), ã oörsgov dirrerdνmnrero 1**αι τον* ots, zu andern Zeiten hätte man doch ein Hehl daraus gemacht, ſolche Dinge— zu begehn, nein, nicht zu begehen.*) Und indem das Beſtreben nur ja keinen Zweifel über die verneinende Rich⸗ tung des Satzes zu laſſen, die negative Partikel pleonaſtiſch einführt, erregt es kein Bedenken, daß dadurch, ſtreng logiſch betrachtet, das Gegentheil von dem Beabſichtigten geſagt wird. Auch unſre Sprache hat ſowohl im alterthümlichen, wie im alltäglichen Sprachgebrauch, wo ebenfalls ein Streben nach ſinnlicher Anſchaulichkeit vorwiegt, ähnliche Paralogismen aufzu⸗ weiſen: wie oft entſchlüpft nicht in Warnungen und Verboten eine ungehörige Negation, und auch Göthe läßt im Taſſo 3, 4. Leonoren ſagen: Und leichter wäre ſie(die Gunſt der Frauen) Dir zu kutbehren⸗ Als ſie es jenem guten Mann nicht iſt;
mit jener bequemen Nachläſſigkeit des Ausdrucks, welche im Franzöſiſchen bekanntlich zum Geſetz geworden iſt, und dadurch den Reiz der Naivetät verloren hat.
Noch in zwei andern ſprachlichen Erſcheinungen, die dem Griechiſchen eigenthümlich ſind, glaube ich mit Recht jene Wirkung der perſönlichen Färbung des Ausdrucks zu erkennen, welche das Geſetz des ſachlichen Zuſammenhangs durchbricht. Bekanntlich erfordert die Regel über die Folge der Zeiten in abhängigen Sätzen da, wo im Lateiniſchen das Imperfectum Conjunctivi eintritt, im Griechiſchen den Optativ der verſchiedenen Tempora je nach dem Ver⸗ hältniß der auszudrückenden Handlung, d. h. es hat ſich der Optativ als die regelmäßige Bezeichnung der von der Vergangenheit abhängigen Satzform ausgeprägt. So lange daher das in der Sache begründete Verhältniß in ſeiner vollen Anerkennung und Wirkſamkeit bleibt, verlangt der griechiſche Sprachgebrauch dieſe Conſtruction nach beiden Seiten hin, ſowohl für den als vergangen angeführten Inhalt eines Hauptverbums z. B. d†½Qm εκeνι ες ⁴ς Ao'*αςα ϑειςσσαν, Toiααα πdd ⁶ιτιν(Thucyd. 6, 46, 29), wie auch zum Ausdruck zukünftiger Abſicht: 11 00068440" 500„ dno Sojg grexa, öας 1ε½ diloc sTI esμεκν⁴α ατονς(Xen. Hell. II. 4, 31); wozu als eine der erſten verwandta Modification die Bezeichnung der abhängigen Frage hinzukommt: 2y d8 Ieioor„O⁴or,
*) Ueber das Weſen und dte verſchiedenen Stufen dieſes Sprachgebrauchs handelt außer Krüger, Gr. Spr.§. 67, 12 A. 3. u. Anderen vortrefflich Madvig in den lehrreichen Bemerkungen über ei⸗ nige Punkte der griechiſchen Wortfügungslehre im Philologus, Supplementheft des 2. Jahrg. 1847 S. 47 ff. Mit Recht betrachtet er ihn als„das ſtärkſte Beiſpiel jener naiven, ſtrenge logiſche Conſequenz nicht beachtenden Biegſamkeit“ der griechiſchen Sprache.


