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nun auf zwiefache Weiſe ausgeſprochen werden, je nachdem man es vor oder nach dem Scheitern der Verhandlungen mit den Korinthiern beurtheilt: im erſtern Falle mußte es heißen: es war zu erwarten, örz o Bolε⁴ςραα, ddνara eiο,(ſo lange noch Ausſicht dazu vorhanden war) edꝛ vu Suu‿‿œeᷣœeνππνοαένπτνειιεαονα⁷: im zweiten: à⁷ rædraæ reασα(es war aber nicht gelungen),„al dν νν Suμμᷣνeυνπτνενν Lei- edoœανo. Das Erſtere hat Thukydides ſagen wollen: inzwiſchen aber hat ſich durch den ungünſtigen Ausfall der erſten Unterhandlungen auch der Standpunkt für die zweiten geändert; indem er daher dieſe ſeine Kenntniß von der Sachlage in den Ausdruck des Vorderſatzes (&l zœıτα ειασαασ) niederlegt, und hier ſein ſubjectives Verhalten wirken läßt, bleibt der Nachſatz in dem Infinitiv Futuri, alſo in dem Charakter des ungeſtörten ſachlichen Verhält⸗ niſſes ſtehen. Es iſt das eine offenbare Incongruenz; aber richtig aufgefaßt trägt ſie nur dazu bei, die Eigenthümlichkeit der griechiſchen Sprache, von der wir reden, ins rechte Licht zu ſetzen.
Von demſelben Geſichtspunkte aus betrachte ich jenen zwiefachen Gebrauch der nega⸗ tiven Partikeln im Griechiſchen, der im Vergleich zu dem unſrigen Anfangs etwas Befremd⸗ liches hat. Zuerſt in den unzähligen Fällen, wo negative Behauptungen, Forderungen, Wünſche nicht ſo ausgeſprochen werden, wie wir es zu thun gewohnt ſind, und wie es in der Natur der Sache begründet iſt: daß ich ſage, bitte, begehre, etwas ſei nicht, oder möge nicht ſein; ſondern ſo, daß ich nicht behaupte, gebiete, verlange), daß es ſei,— wird offenbar das Verhältniß der Satzglieder umgekehrt, die Modification der Sache(hier die Negation) zu einer Modification des Verhaltens der Perſon zu derſelben gemacht. Es liegt in dieſer Ausdrucksweiſe auf der einen Seite etwas von jener vordringlichen Ungeduld des Redenden, die wir eben bei der Anticipation der Nomina bemerkten; ſodann aber auch eine Wirkung jener Selbſtgewißheit, die ihre Anſicht und ihren Ausſpruch für entſcheidend be⸗ trachtet. Wenn es 0d. 23, 71. von der Penelope heißt:
7 rσ ενν sövra α εσeα‿ ob 1or' 2ρ οᷣ
olxœ&ενασεαασ, oder bei Thukyd. 8, 73, 2. of Xℳ,³⁴ιοιον οινκ ενυνπεαεοιιιεενν ατοςσ σφσς dαφρνρραρερννασ ſo wundert ſich dort Eurykleia, daß ihre Gebieterin immer noch behaupte, Odyſſeus werde nicht heimkehren, und der Demos auf Samos verlangt von den Führern des attiſchen Heeres, daß ſie ſeinem Untergange nicht gleichgültig zuſehen. Aber die verneinende Ten⸗ denz, die einmal den Gedanken beherrſcht, macht ſich von vornherein im Satze geltend, und indem die negative Partikel in dem Hauptſatz ihre Stelle einnimmt, geht ſie folgerichtig aus der Form der Abhängigkeit(4⅓) in den Ausdruck der thatſächlichen Verneinung(02) über.*)
Der zweite Fall des negativen Sprachgebrauchs, der hieher gehört, iſt dieſer: da, wo verboten und verhütet werden ſoll, genügt es dem Griechen nicht, das Abzuwehrende und
*) Die üblichſten Verbindungen, welche das 00x in dieſem Falle eingeht, mit quuã, d, 265, d/rιασαννννσνμασαι u. ſ. w. belegt Krüger Gr. Sprachl.§. 67. 1, A. 2 mit erläuternden Beiſpielen.


