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bezeichnen, es gleichſam nicht abwarten, daß ihre objective Ergänzung, der Inhalt ihrer Wirk⸗ ſamkeit in einem regelmäßig ausgeführten abhängigen Satze in gewohnter Ordnung auftrete, ſondern, wie zu vorläufiger Befriedigung, ſich zunächſt des Hauptbegriffes aus dem folgenden Satzgliede bemächtigen, und dieſen für einen Augenblick in ein ſchiefes Verhältniß bringen, als ob er von der Thätigkeit des Hauptverbums einen Einfluß in unbeſchränkter Weiſe erfahre, während in Wahrheit nur von einer beſtimmt begränzten Einwirkung, wie ſie der abhängige Satz ausſpricht, die Rede ſein ſoll. Fragt z. B. Aeſchylos in Ariſtoph. Fröſch. 1454. 17» r6Aν„ ²ι φ*⁴ἀ|σωσQ rroντον, ziσ Ʒνπσ τπred oc orοrois;
ſo ſagen die erſten Worte, ſo lange ſie nicht im zweiten Theile ihre nähere Beſtimmung er⸗ halten haben, offenbar mehr als beabſichtigt iſt. Denn nicht über den Staat im Allgemeinen und in allen Beziehungen wird eine Aufklärung begehrt, ſondern nur in der Hinſicht, was für Männer er in ſeine Dienſte berufe. Allein es iſt, als ob den Fragenden eine Ungeduld dränge, über den allgemeinen Inhalt ſeiner Worte keinen Augenblick einen Zweifel beſtehen, und daher lieber eine Weile den Umfang als den Gegenſtand der Frage unbeſtimmt zu laſſen. Mit Recht glaube ich daher dieſe Erſcheinung des griechiſchen Sprachgebrauchs, die zu den verbreitetſten gehört*) aus jener Geneigtheit herleiten zu dürfen, einem ſubjectiven Bedürfniß mehr nachzugeben, als der ſtrengen Forderung des Gedankeninhalts.
Die eben beſprochene Eigenthümlichkeit des griechiſchen Ausdrucks iſt der einfachſte und am leichteſten zu erklärende Fall, wo jene vorherrſchende Neigung ein gewiſſes Mißver⸗ hältniß zwiſchen verſchiedenen Satzgliedern bewirkt, das ſeine Löſung in der richtigen Erkennt⸗ niß und Würdigung der ſubjectiven Abſicht des Redenden findet. Genauere Beobachtung wird noch eine Reihe von andern Fällen der Art, in denen der griechiſche Sprachgebrauch von dem unſern, und meiſt auch von dem lateiniſchen, abweicht, auf daſſelbe Princip zurück⸗ führen. Ich denke zunächſt an jene beſonders den Rednern ſo geläufige Gleichſtellung meh⸗ rerer Glieder einer Periode, von denen nach unſrer Auffaſſungsweiſe das eine dem andern untergeordnet ſein müßte. Wenn Demoſthenes in der Stelle der Midiana, zu der ſchon Buttmann das Weſen der Sache mit wenig Worten richtig beleuchtet(p. 573 ex.§. 183.) die Athener warnt: 1„olu dτοε νᷣαν εμό ν αμάι τένν sεενμα τοαονταωνegevéyxers, de do uεε, dn 1ν ueroiον νν ααά dνπμοrνν ν ε droν dοειναωνντα, obr
*) Ich verweiſe, anſtatt mehr Beiſpiele vorzuführen, die nichts mehr beweiſen, als das eine, auf Krü⸗ ger, gr. Sprachl.§. 61, 6. ſammt allen Anmerkungen, die die verſchiedenen Modiſicationen ent⸗ halten, nnter denen die Sache vorkommt. Beſondere Erwähnung verdient noch der Fall, wo auch Subſtantiva, gleich den angeführten Verben, einen Theil ihrer objectiven Ergänzung in Form des Genitivs aus dem abhängigen Satze hervorziehen; wie Thukyd. 2, 42, 1. reviœg Arrit., d xν Ʒετ⁶υισυνμρν‿oεκj νν ομα2οωνντνσεεεν, ein Fall, der um ſo mehr in die Augen fällt, weil bei der Natur der 2Arrig und dem negativen Charakter des diαενꝓσνέηι die kecke Zuſammen⸗ ſtellung der&Ande revixs zunächſt und vor der nähern Erklärung gradezu das Gegentheil von dem Beabſichtigten ausſagt. 2⸗


