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Exercitien und Extemporalien. Memorieren von Gedichten. Leichte Sprechübungen— Lek-
türe im S8: Daudet, Lettres qe mon moulin et contes choisis; im W: Michelet, Précis de ''histoire moderne. I. Teil.
Geschichte. 2 St. Oberlehrer Michel. Deutsche uad preussische Geschichte von Friedrich II. bis 1888.
Geographie. 1 St. Oberlehrer Michel. Die ausserdeutschen Länder Europas. Das Wichtigste aus der allgemeinen Erdkunde.
Mathematik. Realisten und Gräcisten 4 St., die Realisten ausserdem 1 St. bürgerliches Rechnen. Haas. Gleichungen einschl. der quadratischen Gl. Potenzen und Logarithmen. Wiederholung und Erweiterung der Flächenberechnung einschliesslich des Kreises. Die trigonometrischen Funktionen. Anwendung derselben zur Berechnung rechtwinkliger und- gleichschenkliger Dreiecke. Die regelmässigen Polygonen. Inhalt und Oberfl. der einfachen Körper.(Kambly u. Koppe.)
Physik. a) Realisten u. Gräcisten gemeinsam 2 St., die Realisten b) ausserdem 1 St., also 3 St. Haas. a) 2 St. nach Krebs. Das Wichtigste aus der Wärmelehre. Magnetismus und Elektricität. Die wichtigsten Migeralien, die wichtigsten chemischen Erscheinungen. Die Grundkäörper der einfachen Krystallsysteme. b) 1 St. Die Elemente der Krystallographie. Die wichtigsten Elemente
Natu rgeschichte. Realisten 2 St. Oberlehrer Dr. Zimmermann. Im Sommer Anatomie der Pflanzen mit mikroskop. Demonstrationen, einiges aus der Physiologie, sowie über Krypto- gamen. Im Winter Bau und Thätigkeit des menschlichen Organismus. Winke über die Ge- sundheitspflege.
Obertertia.
Ordinarius: Oberlehrer 8 chulte.
Religionslehre. 2 St. zus. mit III u. 1IV. a) Kathol. Abt. Diöcesan-Katechismus. Das
erste Hauptstück: Vom Glauben; vom apostolischen Glaubensbekenntnisse.— Biblische Ge-
schichte von G. Mey. Von Erschaffung der Welt bis zur Trennung des Reiches Die Leidensgeschichte Jesu Christi.— Das Wichtigste über kirchliche Zeiten, Feste und Gebräuche. b) Protest. Westerwick. 2 St. zus. mit Ill2 u. IV. Die zehn Gebote wiederholt. Lehre von der Schöpfung, Erlösung und Heiligung. Das Leben Jesu. Bibelsprüche und Gesang- buchslieder wurden auswendig gelernt.
Deutsch. 2 St. Michel(Real. u. Gymnasial.). Lesen und Erklären von Prosastücken und Ge- dichten; insbesondere Schillers Glocke und andere kultur-historische Gedichte und Wilhelm Tell. Im Anschluss an die Lektüre Belehrungen aus der Rhetorik und Poetik. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Real. 1 St. Rudolph. Erklärung von Gedichten und Prosastücken. Schrift- liche Uebertragungen aus dem Französischen und Englischen.
Latein. a) Realisten. 4 St. Michel. Lektüre: Caesar, de bello Gall. 1, VII mit Auswahl. 2 St., Grammatik. Das Wichtigste aus der Tempus- und Moduslehre. Repetitionen der Formen- lehre und der Kasus. Mündliche und schriftliche Uebersetzungen aus dem Deutschen. 2 St. b) Gräcisten. Latein. 7 St. Schulte. Lektüre: Caesar b. G l u. V. Ovid, Metam VIII!, 183— 243. IX, 134— 272, X, 1—- 77, XI, 1— 83, 85— 163. Grammatik Tempus- und Modus- lehre, Verbalsyntax in ihren Hauptregeln, durchgenommen und durch Uebersetzen aus Oster- mann eingeprägt. Alle 8 Tage eine schriſtliche Arbeit.
Griechisch. 6 St. Schulte. Verba der zweiten Hauptconjugation und die wichtigsten unregel- mässigen Verba. Uebersicht über die Präpositionen. Im Anschluss an die Lektüre, einige Hauptregeln der Syntax. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. Lektüre: Xeu. Anabasis lib. I(ausser Kap. 9) u. II.
Französisch. a) Realisten. 5 St. Rudolph. Schulgrammatik von Plötz. L. 39— 50. Wie- derholungen aus den vorhergehenden Abschnitten. Pxercitien und Extemporalien. Leichte Sprechübungen. Auswendig gelernt wurden mehrere Gedichte bezw. Fabeln. Lektüre im SI: Souvestre, Au coin du feu; im W.: Guizot, Récits historiques I. b) Gräeisten. 3 St.


