In 189293 behandelter Lehrstoff.
Sekunda. Ordinarius: Direktor Haas.
Religionslehre. 2 St. a) Katholiken 2 St. Religionslehrer Oberlehrer Abt.— Die katholische Glaubenslehre: Von Gott; von der Erschaffung; von der Erlösung; von der Heiligung; von der Vollendung.— Das Hauptsächlichste über die heilige Schrift des Aſten und Neuen Testamentes. — Kurzer Abriss der Kirchengeschichte bis Karl d. Grossen. Nach Dubelmann, Leitfaden des kath. Religionsunterrichtes. b) Protestanten. 2 St. Religionslehrer Dr. Westerwick. Wieder- holung der Glaubenslehre. Leben Jesu nach Matthäus Ausgewählte Abschnitte der Apostel- geschichte. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebensbild Luthers.
Deutsch. 3 St. Dr. Westerwick. Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung durch Uebungen im Auffinden des Stoffes und Ordnen desselben in der Klasse. Gelesen und besprochen wur- den: Jungfrau von Orleans, Hermann und Dorothea, Minna von Barnhel’n. Auswendig ge- lernt wurden ausgewählte Stellen der beiden erstgenannten Dichtungen. Erste Versuche im Vortrag kleiner eigener Ausarbeitungen über Gelesenes. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Themata: 1) Gedankengang des Prologs der„Jungfrau von Orleans“. 2) Johanna d'Arc und die Königin Jsabeau. 3) Welche Vergleichungspunkte bieten der zweite Monolog Johannas und das Schillersche Gedicht„Kassandra“ in Bezug auf die in ihnen ausgesprochenen Gedanken und Empfindungen dar? 4) Disposition des Leséestückes:„Die Belagerung Wiens durch die Türken 1683“. 5) In welcher Weise greifen die Germanen in Cäsars gallischen Krieg ein? 6) Was erfahren wir in dem ersten Gesange von„Hermann und Dorothea“ über Ort, Zeit und Personen der flandlung? 7) Die Oertlichkeiten in„Hermann und Dorothea.“ 8) Die Vorfabel zu Minna von Barnhelm. 9) Just und Werner. 10) Abiturientenaufsatz.
Latein. a) Realisten. 3 St. Dr. Westerwick. 1) Wiederholung aus der Formenlehre und der Syntax. 2) Lektüre. Caesar, Bell. Gall. I 30 bis Schl., V. Ovid: I, II, III, X mit Aus- wahl; passende Stellen wurden auswendig gelernt b) Gräcisten. 7 St. Oberlehrer Schulte. 1) Lek- türe: Livius, Buch XXI, Cicero, de imp. Cn. Pompei, Virgil, Aeneis lib. IV, V, VI mit Aus- wahl. Einzelne Stellen wurden memoriert. 2) Grammatik: Wiederholungen und Ergänzungen des vorher geleruten Pensums nach Ellendt-Seyfferts Grammatik. Alle 8 Tage eine schrift- liche Arbeit.:
Griechisch. 7 Stunden. Oberlehrer Michel. a) Repetition der Deklination und Konjugation; die Lehre vom Artikel, die Kasus, die Pronomina und Präpositionen. Das Notwendigste aus der Tempus- und Moduslehre. b) Lektüre: Xenophon, Anabasis IV—VI mit Auswahl; Hellenika I und II mit Auswahl. Homer[I— vI mit Auswahl; passende Stellen wurden auswendig gelernt.
Englisch. 3 St. Direktor Haas. Sprechübungen anknüpfend an die Wiederholungen. Gram- matik. Plate II. 20— 50. Lektüre. Lüdeck. II. Ausgewählte Stücke. 8 Gedichte wurden
elernt.
Franaosisch. a) Realisten. 4 St. Oberlehrer Dr. Rudolph. Schulgrammatik v. Plötz. L. 39 bis 71. Aus L 71— 79 die wichtigsten Abschnitte. Exercitien und Extemporalien. Memorieren von Gedichten. Sprechübungen.— Lektüre im S.: Erckmann-Chatrian. Waterloo; im W.: Scribe et Legouvé, Les contes de la reine de Navarre. b) Gräcisten. 3 St. Dr. Rudolph. Schulgrammatik v. Plötz. L. 39— 60. Wiederholungen aus den vorhergehenden Abschnitten.


