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Die Stadt Lauterbach.
O möchte dieſer Worte Klang nicht untergehn, Denn ſolche Treue iſt ein köſtlich Gut Und daß ihr dieſes Gut ſorgſam bewahrt Das iſt mein Wunſch und das iſt mein Gebet. Seid wach in Wort und Thaten allezeit! Es kommen Tage, die voll Wermut ſind; Des Lebens Ernſt erheiſcht den Eiſenpflug, Um Kraft zu wecken in der Ackerkrume Man giebt euch Pfunde, die ihr mehren ſollt! Aus gärenden Dünſten ſteigt das Elend auf; Es pocht mit bleichem Finger an das Thor: „Erwacht vom Schlaf— ich bin's— und will mein Recht!“ Vorwärts, voran! erſchallt's auf allen Stegen, Horcht auf! Die großen Ströme brauſen laut Und durch die Lüfte rauſcht des Tages Ruder.... Die Welt iſt Kampf ſo lange ſie beſteht, Und die Geſchicke wechſeln über Nacht. Doch eines wahrt euch in der tiefſten Bruſt, Den feſten Glauben an das deutſche Volk, Und treue Liebe zu der Vatererde. So mancher läßt der Heimat grünen Strand Und wandert über Berg und Strom und See, Ein Fremdling wird er ſeinem Vaterland, Aus dem der Geiſt ging ſieghaft durch die Welt. Seid nicht wie er, doch werdet wie der Mann, Der ewig ſeiner Heimat Bildnis trug Und ſeinen Kindern froh von ihr erzählt.— Wie ſich der Römer ſtolz dazu bekannt, Daß er ein Bürger ſei der ewigen Stadt, So ſollt auch ihr, wo ihr auch immer weilt, Frei euch bekennen, wem es immer ſei: „Ja wir ſind Deutſche, wollen Deutſche bleiben.“ Antäus hatte unbezwungne Kraft


