— 18—
So lang er auf der Muttererde ſtand.
Ihr kennt die Fabel von den ſieben Stäben, Wie leicht zerbrechlich jeder für ſich war,
Doch keines Rieſen wilde Urgewalt
Vermöchte ſie vereint entzwei zu brechen „Einig und treu dem weiten deutſchen Reich!“ Sei eure Loſung jetzt und immerdar!
So reicht euch denn die Hände brüderlich
Und fühlt euch eins mit jedem wackren Herzen Im großen, heißgeliebten Vaterland.
(Die Kinder reichen ſich die Hände und knieen huldigend nieder.)
Schülerchor.
Das Herz erklingt, die Lippe bebt, Ihr Dank hinauf zum Himmel ſtrebt Zur Wahrheit ward der ſtolze Traum Wie rauſcht und brauſt der Eichenbaum. Des Adlers Flügel rauſchen hehr Vom deutſchen Fels zum deutſchen Meer.
Und in der Eiche Sturmgeſang Dringt aus den Höhen Himmelsklang, Wo Helden ſtehn in lichtem Schein Und halten Wacht wie einſt am Rhein. Daß glücklich Deutſchlands Erde ſei, An Ehre reich und frei und frei.
(Der Vorhang fällt.) Ende.
e


