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Und in dem Scheine ſahen wir
Des deutſchen Geiſtes Flügel wehn Im Siegeszuge durch die Welt.
Da hoben wir die Hände auf
Und jeder rief mit hellem Ruf:
Ja ich bin auch ein Deutſcher.—
— Des Vaters heiße Thräne fiel, Und ſtolzer ſchlug ſein treues Herz, Und als er lag in Todesnot
Da war ſein heilig Teſtament
Bleibt heimatfern der Heimat treu, Und war es mir nicht mehr geſchenkt, Mit meiner Hand zu faſſen noch Den Boden meines Vaterlands
So gehe du— ſprach er mir— Und knie auf meiner Heimat Grund, Und grüße jedes teure Grab,
Und grüße jeden Weg und Steg, Den Waldesgrund, das graue Schloß, Den klaren Bach und jedes Kind, Und denk, ſo war dein Vater einſt. Und wo dir wer entgegen tritt,
Der noch aus jener Schar entrann, Die mit mir jung und ſelig war, Und dem der Tod den Mund nicht ſchloß Den ſchließ in deine Arme ein,
Und bring ihm meinen letzten Kuß. Dann trete vor die Heimat hin,
Und grüße deiner Väter Land.
Ich neige vor dir Knie und Haupt Geliebte Heimat ſtolz und ſchön
Und was des Vaters Herz erfüllt Und meine junge Seele hegt,
All' dieſe Liebe bring ich dir!


