Jahrgang 
1925
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Vom 16. 8. bis 21. 10. 21 vertrat Herr Studienrat Dr. O. Gans den zur Wiederherſtellung

ſeiner Geſundheit beurlaubten Herrn Studienrat Frank.

Mit Wirkung vom 24. 4. 22 ab wurde Herr Studienrat Ludwig Weißbart, der ſeit dem 27. 9. 1902 hier tätig war, mit der Verwaltung einer Studienratsſtelle an dem Wolfgang⸗Ernſt⸗ Gymnaſium in Büdingen beauftragt.

Am 18. 1. 1918 erlag Herr Ernſt Weihe, ſeit 1. 11. 1911 Schuldiener an dem Gymnaſium Fridericianum, einem Leiden, das er ſich im Heeresdienſt zugezogen hatte. An ſeinem Grabe legte Herr Prof. Buxmann im Auftrag des Lehrerkollegiums einen Kranz nieder mit Worten des Dankes für die treuen Dienſte, die der Verſtorbene der Schule geleiſtet hatte.

Mit Wirkung vom 1. 4. 1919 wurde Herr Valentin Erbes aus Budenheim bei Mainz zum Schul⸗ diener an der Anſtalt ernannt. Er trat am 5. 4. 1919 ſeinen Dienſt an, mit dem gleichen Tag verließ der ſeitherige Hilfspedell, Herr Kraft, ſeinen Poſten.

2. Realſchule:

Am 16. 10. 1922 wurde Herr Studienrat Prof. Dr. Schnellbächer von der Oberrealſchule in Heppenheim mit der kommiſſariſchen Verwaltung einer Studienratsſtelle an unſerer Anſtalt beauftragt und zum gleichen Zeitpunkt Herr Studienaſſeſſor Fucks mit der Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Oberrealſchule in Heppenheim.

Am 16. 12. 1922 trat ein Wechſel in der Leitung der Schule ein. Herr Oberſtudiendirektor Friedrich Henk wurde zum Oberſtudiendirektor an dem Realgymnaſium in Gießen ernannt, nachdem er ſeit Oſtern 1915 die Anſtalt geleitet hatte. An ſeine Stelle trat der Unterzeichnete, der bisher als Studienrat an der höheren Mädchenſchule in Gießen tätig war, mit Wirkung vom gleichen Tag an. Die Einführung des neuen Direktors in ſein Amt erfolgte am 9. 1. 1923 durch Herrn Miniſterialrat Dr. Dorfeld.

Am 9. 4. 1923 wurde Herr Studienrat Karl Kemmer mit der kommiſſariſchen Verwaltung einer Studienratsſtelle an dem Seminar in Friedberg beauftragt. An ſeine Stelle trat mit Wirkung vom gleichen Tag Herr Studienaſſeſſor Hermann Dort von dem Realgymnaſium in Gießen. Mit Wirkung vom 5. 1. 1925 wurde Herr Studienrat Kemmer zum Studienrat an dem Lehrerſeminar in Friedberg ernannt.

An Oſtern 1920 legte Herr Kammerrat i. R. Bröckelmann, mit Rückſicht auf ſein Alter, die Leitung der Schülerwerkſtatt nieder, die er 21 Jahre innegehabt hatte. Wegen Mangels einer geeigneten Lehrkraft konnte der Betrieb der Schülerwerkſtatt ſeitdem nicht wieder aufgenommen werden.

Im Zuſammenhang mit dem Abbau des Gymnaſtums wurde das evang. Alumnat, das Herr Studienrat Frank zuletzt unter dem Namen Schülerheim weitergeführt hatte, am 1. 1. 1921 geſchloſſen.

Am 26. 8. 1923 wurde von der Vereinigung ehemaliger Schüler des Gymnaſiums Fridericianum in der Aula der Schule eine Gedenktafel zu Ehren der im Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler der Anſtalt enthüllt. Die Tafel trägt folgende Inſchrift:

Wer mutig für ſein Vaterland gefallen,

Der baut ſich ſelbſt ein ewig Monument

Im treuen Herzen ſeiner Landesbrüder,

Und dies Gebäude ſtürzt kein Sturmwind nieder.

Körner, Zriny. Den Gefallenen die Kameraden des Gymnaſiums.

B. Das Schuljahr 1924/25.

1. Der Unterricht. Das Schuljahr begann am 28. 4. 1924 und ſchloß am 28. 3. 1925. Die Geſamtzahl der Schüler und Schülerinnen betrug in dieſem Jahr 81.

Infolge der Abbauverordnung ging die Studienratsſtelle des Herrn Prof. Dr. Schnellbächer an unſerer Anſtalt ein. Da die Stelle nur zum Teil von dem Lehrerkollegium der Schule mitverſehen werden konnte, mußten die Kombinationsſtunden erheblich vermehrt werden.

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