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Griechisch, 6 St. Buchhold: Hom. Jl. VII— XII. Soph. Antigone. Platos Apologie des Sokrates, Krito. Demosth. Or. I—V. VIII und IX. Alle vierzehn Tage ein Extemporale. Im Anschluß daran Repetitionen aus der Grammatik.
Französisch, 2 St. Röschen: Lehre vom Indikativ und Konjunktiv, Infinitiv und Partizip nach Ploetz: Systematische Grammatik V—VI; gelegentliche Repetitionen aus den übrigen Teilen der Grammatik; Lektüre von Molière, Fénelon, J. J. Rousseau, Cuvier, Thierry, Michaud, Barante, Thiers, Mignet, nach Herrig:„La France littéraire.“ Alle vierzehn Tage ein Extemporale.
Geschichte und Geographie, 3 St. Matthaei: Geschichte der Neuzeit bis 1871 mit besonderer Rücksicht auf Deutschland und Hessen.— Geographische Repetitionen.
Mathematik, 4 St. Ritsert: Stereometrie, Trigonometrie. Arithmetische und geometrische Reihen. Zinseszins- und Rentenrechnung. Der binomische Lehrsatz. Quadratische Gleichungen mit zwei und mehreren Unbekannten. Aufgaben nach Bardey. Gauß, Lehrbuch der Elementarmathematik.
Physik, 2 St. Ritsert: Akustik, Optik. Repetitionen aus verschiedenen Gebieten. Nach Reis.
Hebräisch, in zwei Abteilungen zu je 2 St., Römheld: Abteilung I: Wiederholung und Vervollständigung der Formenlehre nach der Grammatik von G. H. Seffer; Lektüre ausgewählter leichterer Abschnitte aus den historischen und poetischen Büchern des alten Testaments.— Abteilung II: Die Grundzüge der hebräischen Formenlehre nach der Grammatik von G. H. Seffer; die im Anhange dieses Lehrbuches enthaltenen Stücke wurden mit Auswahl übersetzt.— Memorieren von Vokabeln nach Scholz's„Abriß der hebräischen Laut- und Formenlehre“, herausgegeben von Kautzsch.
Ober- und Unter-Sekunda.
Klassenführer: Matthaei.
Religion, 2 St. Draudt: Die heilige Geschichte des neuen Testaments verbunden mit der Lektüre und Erklärung aus den Evangelien und der Apostelgeschichte(griechisch).— Bibelkunde des neuen Testamentes nach Schäfer§§ 31— 52 und Lektüre und Erklärung ausgewählter epistolischer Abschnitte.
Deutsch, 3 St. Matthaei: Klassenlektüre: Schillers Jungfrau von Orleans und Maria Stuart (in der komb. II); ein Abschnitt aus dem Nibelungenlied und ausgewählte Gedichte Walthers von der Vogelweide im Urtext(IIa); Stücke aus Buschmanns Lesebuch für Oberklassen(IIb); Privat- lektüre: Lessings Minna von Barnhelm und des Nibelungenliedes zweiter Teil in hochdeutscher Ubersetzung(IIa), Schillers Geschichte des dreißigjährigen Krieges und Uhlands Herzog Ernst von Schwaben(IIb). Daneben im Winter in IIa: Einführung in das Mittelhochdeutsche, kurze Übersicht der Entwickelung der deutschen Litteratur bis zum Ausgang des Mittelalters; in IIb: Die wichtigsten Abschnitte aus der Lehre von den Dichtungsarten. Deklamation ausgewählter Gedichte.— UÜbungen im freien Vortrage.— Dispositionsübungen.— Aufsätze wurden über folgende Themata geschrieben: In IIa: 1) Rudenz in Schillers Wilhelm Tell. 2) Die Beharrlichkeit, ein Hauptcharakterzug der Römer. 3. Gang der Handlung in Lessings Minna von Barnhelm. 4. Der Einfluss des Ackerbaues auf die Entwickelung der Kultur(nach Schillers Gedicht: Das Eleusische Fest). 5) Homo non sibi


