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c. dοα. Literatur. Vigerus S. 487. Hermann zu Vigerus S. 823.— Hoogeveen S. 55.— Devarius S. 40.— Hermann, zu Sophokles Antigone, hrsg. v. Erfurdt
v. 628.— Thiersch, Gr. S. 193 u. S. 545 ff.— Rost, Gr. S. 393.— Hartung I, S. 417— 450.— Klotz, zu Devarius II, S. 160 ff.— Rost in Passows Lexikon I, S. 377.— Nägelsbach, III. Exkurs z. Iliade S. 191(†).— K. Matthiä, zur Lehre von den griech. Partikeln pe, dοα, uεν, s, dv. Quedlinburg 1845(†).— Döderlein, Homerisches Glossar II, S. 86, Nro. 545(†).— Classen, Betrachtungen über den homer. Sprachgebrauch, Frankfurt a. M. 1854. S. 21(†).— Bäumlein, 8. 19ff., — Kviéala, Ztschr. f. d. österr. Gymnasien, 1863. S. 309 ff.(†).— Curtius, Gr. § 637, 1.— Curtius, griech. Etym. S. 343.— Kühner, Gr. II, S. 720 ff.
Ableitung und Grundbedeutung. Die Frage nach der Ableitung und Grundbedeutung von doæx ist bis auf den heutigen Tag noch sehr der Kontroverse unterworfen. Die Ansichten darüber zersplittern sich hauptsächlich nach drei Richtungen. 1. Die älteren Grammatiker, wie Hoogeveen, Schütz, Devarius u. a., welchen sich von den neueren Klotz, Döderlein, Classen und Curtius anschlossen, leiten doα von der Wurzel do ab, welche sich in do-a-1Gαα findet, und erklären doa für eine Partikel, welche die Folge ausdrückt.— 2. Eine ganz entgegenge- setzte Erklärung gab Hartung in seiner Partikellehre. Derselbe stellt(II, S. 423) do mit doxdeo, kMmνσααιαιοο, rapio, repente zusammen und seiner Ableitung gemäss bezeichnet doa nicht die Folge, das den Umständen gemäss Erwartete, sondern das Ueberraschende, Befremdende, Unerwartete, in welcher Bedeutung es sich sowohl auf den Ausdruck des einzelnen Satzes als auf die Verbindung mehrerer Sätze erstreckt. Von dieser Auffassung weichen Nägelsbach und Rost nicht wesent- lich ab, letzterer fast jedoch die Bedeutung der Partikel weiter, indem er ãoa von aloc ich hebe herleitet und dasselbe nichts als eine Spannung und Erregung der Seele ausdrücken lässt.— 3. Bäumlein endlich, welchem sich auch Kühner an- schliesst, stellt ão in die Reihe der affirmativen Modalpartikeln; nach ihm führt doa eine Thatsache an, welche unmittelbar gewiss ist und keines Beweises bedarf, es bezeichnet das Unabänderliche, dem man sich fügen muss, das vom Schicksal so bestimmt ist, wie Od. IX. 230 000“ d' εκιν§τεοιασα ευοσιειεννς εαει α qoder Il. X. 336. Die Stellung von doœ ist dieselbe wie bei iν, die Partikel steht mit selbstständigem Accent am Anfang des Satzes, indem sie sich an ein betontes Wort anlehnt.
Antiphon. Da Antiphon von der Partikel doa nur sehr spärlichen Ge- brauch gemacht hat, tritt die Nothwendigkeit nicht an uns heran, nach der einen oder anderen Seite hin eine Entscheiduug zu treffen. VI 1 passt die affirmative Bedeutung sehr gut. Der Redner beginnt mit dem Gedankenê, dass es für den Menschen das beste sei, in keine Gefahr des Leibes und Lebens, zu kommen, und


