— 9—
ermittelt zu haben, als dass es mit lateinischem immo verwandt sei und dass man darin eine Accusativ-Form wie in xνν τπιπςασν, vèv u. s. w. suchen müsse. Grundbedeutung. Muyjv unterscheidet sich dadurch von 7 und uns, dass es nicht an der Spitze des Satzes stehen kann, sondern sich meistens an ein anderes betontes Wort, wie an Partikeln(ꝛ⁷, ou,«al⁴) oder Fragewörter, anlehnt, mit diesen aber nach dem Anfange des Satzes hindrängt. Von den Partikeln, welche nicht an die erste Stelle des Satzes treten, scheint uνᷣν die nachdrücklichste zu sein. Schütz bei Hoogeveen stellt es mit dem deutschen geiciss zusammen, Hartung und Klotz mit dem lateinischen vero. Auch dadurch unterscheidet sich 1 von und vh, dass es häufiger seinen Einfluss auf mehrere Sätze ausdehnt und so die Geltung einer Konjunktion gewinnt. Die Einzelheiten des Gebrauches ordnet Hartung, dem sich Kühner anschliesst, indem er unterscheidet 1. Abwesen- heit oder Unterdrückung des Gegensatzes, 2. Einklang des Gegensatzes, 3. Wider- spruch des Gegensatzes. Der erste Fall findet sich vor allem in Aufforderungen und Pragen vertreten, im zweiten dient es zur Einführung eines steigernden Mo- mentes, bei Widerspruch des Gegensatzes hat es geradezu adversative Bedeutung und entspricht so oft einem vorangehenden aeν. Verbindungen mit anderen Parti- keln(udꝰ αάν, iv, dalà*ν) geht 1ν bei jeder der drei Gebrauchsarten ein. Antiphon. 1. Bei Antiphon würde unter die erste Kategorie die oben er- wähnte Eidesformel fallen, welche sich V 11 findet; auij, ist hier reines Adver- bium.— 2. Interessant ist die Stelle II α 4, wo der Verklagte in rascher Folge verschiedene Argumente anführt, welche seine Unschuld beweisen sollen: 0uoε*s pdο d⅜eν*ν ¹) 10&O ναον ανυνον αεοε rie ‿½κι αννινυνν˙ενααν ετοεμυννννηαχ zατειαοιαι ⁶ννν³ ν ⁴σςειααeνν⅔ mάα. ou A O0.oοι⁵⁶σααα oboðòε εασνσνεααοε☚ν αενiνν Splꝓναονμνεεο„dανο ν υά rν συννμπαοονννOoõↄ):, od0'« 40100911 8- 00„d(d)* dcον τν νυακτιννν ον&ν νναμεα εευ⁶οοννο οT: dadou droxatdεvog éruxs rourou 0Od„do dv συν τ eĩdουνσα dιςνιεμαοεαννν. Iier bildet jedes neue Argument eine Steigerung der gesammten Vertheidigung; wir haben an der ein- zigen Stelle drei verschiedene Formen der negativen Verknüpfung.(Vgl. Hartung II, S. 381.) Jeder neue Beweisgrund ist von dem vorangehenden verschieden, aber demselben nicht widersprechend, uiν dient zum Ausdrucke der Bestimmtheit, indem es zugleich auf das vorhergehende Rücksicht nimmt. Aehnlich ist die negative Verknüpfung II„ 5 ob Av dAxopevéα hofuoαpevεςναια εeνεεον ν⁶ν sGruv und die positive V 91 al u el deou duaaoret“ ti. 3. Bei einem Gegen- satz der Gedanken gebraucht Antiphon mehrmals die Verbindungen al uijv und aco² ν...„é. Dieser Gebrauch findet sich aber bei Antiphon nur nach rhetorischen Fragen. V 44 u1/0 05 5 dνισς deοdνυνκνσαυπααν.. ⁵ μρνάιυ ουοeεκιμα⁴αμαeν εσο‿ Gεν..; X* ⁴μνꝙꝓαωα⁴‿⁴ mαᷣεoον peycvetv*&Gl uτοο ⁶με˙ιν*πμεοαeνω, a dur 1
¹) Zeichen für Unsicherheit der Text-Ueberlieferung.


