Jahrgang 
1930
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Oberprima B.

Deutscher Aufsat.

1. Das soziale DProblem in Kaiser's Koralle und Gas IJ.

2. Der Kampf gegen Raum und Zeit und seine Bedeutung für die Kultur.

3. Blutuntersuchung an Schülern des Wilhelms- gvymnasiums. Eine Schilderung für das Schul- programm.

4. Die Bedeutung des Völkerbundes für Deufsch- land.

Französisch.

Nacherzählung von»Un Blessé n'est pas un Ennemi.«(M. Walfer, Manuel de français, Knaben-Ausgqabe, Grundbuch für Französisch als zweite Grundsprache, Seite 98 00. Die- sterweg, Frankfurt a. M.)

Englisch.

Nacherzählung von»Better ihan that!«(Little Stories io tell, Seite 230.])

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Matfhematik: 1. In die Ellipse S u. v=1 ist ein gleich- schenkliges Dreiedck gezeichnet, dessen

Spite in dem linken Endpunkt der großen Achse liegt. Wie groß ist die Höhe des Drei- ecks, wenn bei der Umdrehung um die große Achse ein Kegel von möglichst großem Rauminhalt entstehen soll, und wie groß ist dieser?

(Analytik, Stereomefrie und Differentialrech- nung.)

2. Frörtere die Parabel 4. Grades mit den Null- punkten X= 5; Xx= 3; X= 3 und 4= 5, de- ren einziges Maximum die Ordinate 22, 5 hat! (Differentialrechnung.)

3. Durch eine einmalige Zahlung will jemand eine 10 jahre später beginnende, 18 jJahre laufende Halbjahrsrente von 1500 Mk. erwer- ben. Wie hoch muß die Einzahlung sein, Pp= 6% und halbjährige Verzinsung? (inseszins- und Rentenrechnung.)

20) Der Rünstlerische und technische Unterricht.

1. Zeichnen und Kunstunterrichf. Selbstschöpfe- risches Gestalten von Erlebnissen, Empfindungen und Eindrücken auf allen Stufen bei freier Wahl des Materials. Vom Lehrer gestellte Auf- gaben und von den Schülern selbstgewählfe Arbeiten wechseln ab.

Neben dem Zeichnen aus der Phantasie und der Erinnerung auf der Mittel- und Oberstufe Arbeiten nach der Natur und Kunstgegensfänden; auf der Oberstufe auch Tier und Mensch als Modell.

Der Heimatgedanke ist durch Zeichnen in der Alftstadt und in der Aue ausreichend gepflegt worden.

Die gewonnenen Kenntnisse und Fertigkeiten wurden ausgewertet für das Kunstgewerbe und für die Gebrauchgraphik. Der Linolschnitt wurde auf allen Stufen eifrig gepflegt.

Im letten Halbjahr für alle Klassen zwei Ge- samtfaufgaben: die Brücke, der Baum. Beide Aufgaben waren so gewählt, daß vor der Arbeit durch genaue Beobachtung die Bedeutung und das Zweckmäßige oder das Wachstumsmäßige erkannt werden sollte. Die Erkenntnis aus der Beobachtung, verbunden mit einer der Altersstufe eigenen Ausdrucksfähigkeit, hat viele Schiüler, die zeichnerisch nicht geschickt, aber gute Beob- achter sind, zu gutfen Leistungen geführt.

In der Kunstbetrachtung Einzelvorfräge der Schüler und Aussprachen(Lichtbilder, Samm-

lungen, Ausstellungen); so wurde z. B. in der U1

die deutsche Kunst von 1500- 1800 in großen Zügen behandelt; in der OIl das 19. Jahrlundert bis zur Gegenwartf. Es wurden besucht: staatl. und städt. Galerie, Ausstellungen in der Orange- rie, in der alten Akademie und im Kunstverein.

Für das Sommerfest sind die Bemalungen aller Buden nach eigenen Entwürfen von den Schülern selbst hergestellt worden.

2. Gesang und Musik. Nach den Richtlinien für die Lehrpläne der höheren Schulen DPreußens soll der Musikunterricht Gefühl, Phantasie, Gestal- tungswillen und GCestalftungsvermögen von der musikalischen Seite her entwickeln und dadurch der gesamten Dersönlichkeitsbildung, auch der ethischen Bildung dienen. Die gesamte Musik in allen ihren Erscheinungsformen tritt jetzt an dic Stelle des bisherigen Gesangsunterrichts und ist ein Erziehungsmittel zur Bildung des sittlichen Menschen.

Im Gesangunterricht wurden behandelt in 6: Einführung in die Notenschrift: melodische, rhythmische, Ton- und Lautbildungsübungen, C-, G-, und F-Leiter, Lehre vom Dreiklang, Kadenzen, Erfindungsübungen, Kanon, einstimmige Volks- lieder und Choräle. In 5: zweistimmige Volks-