5. Der Elternbeirat.
Der Elternbeirat bestand aus folgenden Mit- gliedern: 1. Vorschlosser Konrad Appel, 2. Ce- neralmajor v. Buttflar, 3. Studienrat Karl Camp- hausen, 4. Landesoberinspektor Kramm, 5. Frau Regierungsrat Macholz, 6. Frau Kanzleisekretär Milczewski, 7. Kaufmann Louis Oppenheim, 8. Frau Gräfin v. d. Schulenburg, 9. Dipl.-Handels- lehrer Josef Stille, 10. Oberingenieur Frit Stroh- meyer, 11. Generaldirektor Dr. jur. Harry Vosberg. Unfter dem Vorsit des Herrn Generaldirektors Dr. Vosberg wurden zwei Sitzungen abgehalten. Im Winter verstarb Herr Landesoberinspektor Kramm, der lange jahre Schriftführer des Elternbeirats
war und unserer Anstalt sfeis eine rege Anteil- nahme entgegenbrachte. Der Vorsitende des Elternbeirats und ein Mitglied des Lehrer- kollegiums haben dem Verstorbenen die lette Ehre erwiesen. Die Schule wird sein Andenken in Ehren halten.
Den Eltern, die uns durch weitere reichliche Spenden die Umgestaltung der Schülerbücherei ermöglichten, und vor allem dem YVater, der uns ein erhebliches Darlehen gewährte, um das Pläserkorps mit den nötigen Instrumenten auszu- staften, sei an dieser Stelle herzlichst gedankt.
6. Verschiedenes.
Die Bestände der Schulsammlungen wurden mit den planmäßigen Mitteln ergänzt und weiter ausgebaut. Vor allem wurde die Lehrer- bücherei einer gründlichen Neuordnung unter- zogen. Bei der Neuanlage der Kataloge, Ein- richtung einer Karfofthek usw. haben sich Schüler der jeßigen Oberprima B in hervorragender Weise befätigt. Ueberhaupt hat sich die Schüler- hilfe bei der Verwaltung der Sammlungen sehr bewährt.
Ein Bläserkorps wurde neu eingerichtet und mii wertvollen Instrumenten versehen. Herrn Obersteuer-Sekrefär Ast, der in liebenswürdiger
7. Zur Geschichte der Anstalt.
Der gleichmäßige Gang der Pflicht und Arbeit wurde auch im verflossenen Jahr durch den freu- digen Rhythmus festlichen Geschehens und Er- lebens glücklich beschwingt. Von jahr zu jahr nimmt bei der Ausgestaltung dieser Feste die Eigenfätigkeit der Schüler zu und damit eine edle Hingebung an die Sache. In voller Freiwilligkeit schaffend, selbst ratend und selbst ausführend, verlieren sie das Gefühl des Zwanges, das mit einem Fest unvereinbar ist und lassen alle schlummernden Anlagen zur Enifaltung kommen. Für die Schule als Ganzes aber bedeuten diese Feste das Bewußtwerden einer starken inneren Verbundenheit, die geschaffen worden ist durch
Weise die Leitung dieser Gruppe übernommen und in kurzer Zeit unsere Schüler so sehr ge-
fördert hat, sei ganz besonders herzlich ge- dankt.—
Die Rektforafschule zu Fritlar(Realgvymnasial- klassen bis O IIl) steht zu unserer Schule in näherer Beziehung. Es ist geplant, von UIIl ab einen Kursus im Griechischen einzurichten, da- mit künftig der Uebergang auch in unsere Gym- nasialabteilung erfolgen kann. Die Abschluß- prüfung der ins Wilhelmsgymnasium aufzuneh- menden Schüler fand am 20. März unter dem Vorsit des Oberstudienrats Dr. Süßmann statt.
Ihre Feste:
die gleichmäßige und stark wirkende Tages- arbeit, die aber in freudigen Stunden gemein- samen Erlebens offenbart werden will. Manche Morgenstunde führte die ganze Schule oder größere Teile in den Festsaal, um dort zu hören und zu sehen, was einzelne Lehrer oder Schüler, einzelne Gruppen oder Klassen erlebt oder aus- gestaltet hatten. Einmal sprach Danz über die Eindricke vom deutschen Turnfest in Köln und von den Olympiakämpfen in Amsterdam. Man- ches andere Mal trug das Orchester, wieder ein anderes Mal die Blaskapelle vor, was sie geübt hatten. Dr. Misconi sprach in drei Vorträgen in französischer Sprache über die Fragen des


