Jahrgang 
1929
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zeichnen. Auf der großen Kasseler Regatta ging der ersle Vierer des Vereins fraditionsgemäß als erster durchs Ziel. Ebenso konnte der Verein bei einem Stilruderweftbewerb einen ersten und zwei zweite Pläße belegen. Außer kleineren Wanderfahrten unternahmen einige Schüler auch eine mehrtägige Bootsfahrt nach Bremen. Bei einer Mitgliederzahl von 45 Schülern wurden im vergangenen jahr 600 Fahrten gemacht. Das Bootfsmaterial wurde durch einen neuen Doppel- zweier und durch einen Satz neuer Rennriemen und Hohlskulls ergänzt. Das Bootshaus selbst erhielt innen und außen einen neuen Anstrich; notwendige Reparafuren, die an ihm vorge- nommen werden mußten, konnten leider infolge Geldmangels nicht vollendet werden. Eine Reck- und Barrenriege des Vereins frugen zum Gelingen der Schulveranstaltungen bei; ebenso derKleine Turnverein, der unfer Leitung von v. Normann(IIla) dem Verein angegliedert ist.

Unsere jungfliegergruppe, bestehend aus einem Dutend munferer Primaner, Sekundaner ein- schließlich einem Obertertianer, war in diesem Schuljahr recht eifrig fätig. Auf dem prächtigen Flugplab am Dörnberg wurde geflogen, Hilfs- dienst geleistet und unvermeidliche leichtere Brüche schnellstens wieder geheilt. An einem von der staatlichen Hauptstelle für naturwissen- schaftlichen Unterricht für ganz Deutschland ver- anstalteten Modellflugweftbewerbd im Sommer des Schuljahres beteiligten sich 5 Untersekun- daner, von denen Hartwig und Heinemann für gute Flugleistungen ihrer Modelle Lorbeeren ern- teten. Im Oktober vergangenen jahres besuchten wir die internationale Luftfahrtausstellung(lla) zu Berlin und kehrten neu belebt und arbeitsfreudig wieder in die Heimatfstadt zuriick. Das Flugzeug deutscher Konstruktion, mit dem der erste Ost- Westflug vom europäischen nach dem nord- amerikanischen Kontinent durchgeführt wurde, unmiffelbar geschaut zu haben, war uns ein Er- lebnis, an das wir immer ehrfurchtsvoll zurück- denken werden.

Nach Ende des Sommers begann Hepe aus OIb seine erste praktische Arbeit auf dem Siß- gleifer und machte bald seine ersten Sprünge.

Untersekundaner Ebell, der neue Schülerführer der Gruppen seit Rücktrift unseres in organi- satorischen Fragen immer füchtigen Wilhelm Nagel aus der Oberprima, ließ im praktischen Fliegen nicht eher locker, bis er zur größten Freude der Gruppe seine B-Prüfung am 13. Mai 1928 ablegen konnte, der nach zielbewußter und energischer Weitferarbeit bereits am 28. Oktober

desselben Jahres die C-Priffung folgte, die ihn unter die stolze Schar der deutschen Segelflieger einreihte. Möge das kommende Schuljahr un- serer Gruppe neue Erfolge und neue Begeiste- rung bringen.

Die Musikgruppe wurde erweitert durch das Bläserkorps. Das Orchester wirkte mif bei ver- schiedenen Festen der Schule. So wurden zur Tofengedenkfeier die Schuberfschen Trauer- märsche gespielt. Zur Schubertgedenkfeier wurde Militärmarsch Nr. 101, zur Weihnachtsfeier die Weihnachtspastorale von Manfredini gespielt. An dem Schulfest im Stadtpark gelangte ein Marsch von Kreuher und ein Militärmarsch von Schubert zur Aufführung. Außerdem wirkte das Orchester zu den Schulfeiern bei Beginn und Schluß eines jeden Semesters mit.

Die Leitung hafte Adalbert Gnüge(OIb)], der das Orchester auf eine beachtliche Höhe brachte.

In gleicher Weise wie in den früheren jahren bewährte sich die Trommel- und Pfeifergruppe unter der Leitung des Oberprimaners Vosberg.

Die V. d. A.-Schilergruppe, deren Mitglieder- zahl auf 353 gestiegen ist, hat auf verschiedene Arten versucht, für den V. d. XA.-Gedanken zu werben und die Schiler für diesen zu gewinnen. Als Zeitschriften dienten: In den Unterklassen der Jungroland, in den mittleren Klassen die Ro- landbläfter und in den oberen Klassen die neu eingeführten Lehrmappen mit Jungroland, V. d. A.- Bote, Rolandblatt, Deutsche Well und ein jeden Monatf wechselndes Buch(z. B. v. G. Fittbogen Was jeder Deufsche vom Grenz- und Auslands- deutschtum wissen muß und von Adam Müller, GüttenbronnDer große Schwabenzug). In den unteren Klassen wurden die Hefichen von der deutschen Schülerbibliothek in größeren Mengen verkauft(so z. B.Werkfreunde,Heimat und Natur,Deutsche Brüder im Ausland,Jugend- kalender für Leibesübungen,Tierschußkalender und das Dürerheft. Volksliederpostkarten, Ka- lender, Stundenpläne, Lesezeichen, Fahrrad- wimpel und Abzeichen trugen dazu bei, den V. d. A.-Gedanken wach zu halten.

Auf den Wanderungen und bei fast allen Ver- anstaltungen war die V. d. A.-Schulgruppe gut vertreten. Von den Veranstaltungen wären zu nennen:

Im März 1928 der HeimatabendDeutsch bleibt die Saar. Es wurden Volkskunstdarbietungen aus dem Saargebiet gezeigt. Außerdem sprach Frau von Vopelius-Saarbrücken über das heutige Leben in ihrem Heimatlande. Dann an-