Jahrgang 
1928
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Mathematik: 1. Um wievie! Uhr nach mittel- europäischer Zeit ging die Sonne, d. h. ihr Mittel- punkt in Kassel(= 510 19, 4= 9°30) am 23. De- zember 1927 auf und wie groß war ihre Morgen- weite? Deklination der Sonne G= 23°27; Zeit- gliederung= 1 Min. 30 Sek.

2. Wie groß ist der Inhalt des Rhombus, dessen Seiten die Ellipe 5»5= 1 in den Punkten mit den Abszissen e unde berühren?

3. Jemand hat bei einer Kreditanstalt 1500 M. zu 3 ½ Prozent geliehen, bezahlt aber jährlich 4 ½ Prozent. In wieviel Jahren ist das Kapital abge- tragen?

Hebräisch(A und B): Obersetzung und Form- erklärung von Psalm 96, 15.

Prüfung in den Leibesübungen. Herbst:

1. Wurfübung: Schleuderballwurf 1,5 kg. 15 bis 35 m; je 1 m 1 Punkt.

13

Laufübung: 200 m 33 25 Sek.; je /¼H Sek. ½ Punkt.

Sprungübung: Hochsprung mit Anlauf 1,00 bis 1,50 m; je 5 cm 2 Punkte.

Ostern:

. Körperschule: Gymnastische Ubungen nach freier Wahl unter Leitung von Schülern.

Leistungsturnen:

a) Barren(schulterhoch). 1. Pflichtübung: Aus dem Außenquerstand vorlings Aufgrätschen zum Grätschsitz vor den Händen. Vorgreifen und Einschwingen in die Holmengasse, Schwingen mit dreimaligem Knickstützen beim Vorschwung, Rolle vorwärts zum Grätschsitz, Vorgreifen, Einschwingen, Ab- grätschen am Barrenende. 2. Kürübung. Pferd(mit Pauschen, 110 cm hoch). 1. Sprungübungen: a) Hocke,

b) Kehre links u. rechts. 2. Spreizübung nach Wahl.

3. Turnspiel: Ringender Kreis(Türkenkopf).

b)

6. Der künstlerische und technische Unterricht.

1. Gesang und Musik. Im Musikunterricht wurden behandelt in VI: Einführung in die Noten- schrift: melodische, rhythmische, Ton- und Laut- bildungsübungen, C-, G- und F-Leiter, Lehre vom

Dreiklang, Kadenzen, Erfindugngsübungen, ein- stimmige Volkslieder und Choräle. In V: zwei- stimmige Volksliedser, Lehre vom Septakkord. Synkope, Triole, Modulation, Motiv, einteilige

Liedform und Kanon. Dem Chorgesang der folgen- den Klassen wurden zwei Stunden gewidmet. Unter Benutzung des ChorbuchesFrisch gesungen wurden Chöre von GCruber, Zenger, Beethoven, Weber, Schubert, Mendelssohn und Silcher ge- sungen. In IV l außerdem: Homophone und polyphone Lieder mit obligaten Instrumenten. Die erweiterte Liedform und deren Anwendung in Ge- sellschafts- und idealisierten Tänzen, Märschen und Charakterstücken; die wichtigsten Formen der Vokal- und Instrumentalmusik, Stimmungsprinzipien und das Wichtigste aus der Musikgeschichte.

2. Zeichnen. A. Unterstufe: Phantasie- zeichnen, Gedächtniszeichnen, Zeichnen nach der

Natur. Malen mit Wasserfarbe. Klebearbeiten in Buntpapier, Modellieren. B. Mittelstufe: Wie A, außerdem Pflanzenzeichnen, Kunstschrift mit Anwendungen, Graphische Techniken. Perspek- tivische Gesetze. C. Oberstufe: Wie A und B, außerdem Zeichnen und Malen nach Stilleben, Tieren, Landschaften, Architektur, Kopf- und Figür- lichem. Bildbetrachtung.

3. Im Hallenturnen, das aber möglichst im Freien ausgeführt wurde, konnten 16, im Spiel- turnen 13 Abteilungen gebildet werden.

Für das Spielturnen wurde im Sommer der Spielplatz des Sportvvereins Kurhessen, die Hessen- kampfbahn und die Waldauer Wiesen Donnerstags benutzt; die Unterklassen spielten an verschiedenen Morgen in der 5. und 6. Stunde im Schulhof. Auf diesem hatten an den Winternachmittagen, solange es ging, auch die oberen Klassen Spielturnen; sonst spielten oder turnten sie in der Turnhalle.