Jahrgang 
1926
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5. Befreit

waren vom Religionsunterricht: 0 Schüler; vom Singen: 2 in VI; vom Zeichnen: 0; vom Turnen: VI: 2; V: 0; V: 2; U IlI: 2; O III: S. 3, W. 4; U II: 4(zum Teil); O II: 2; UI 3(zum Teih; O I: 3.

6. Freiwilliger Unterricht.

Teilnehmer am hebräischen Unterricht: 3 in O I, 2 in U I, 6 in O II;

Teilnehmer am englischen Unterricht:

15 in I, 26 in OII; an den Arbeitsgemeinschaften:(vgl. S. 5) 1: 18, 2: 10, 3: 8, 4: 12, 5: 12, 6: 18, 7: 10, 8: 12,

9: 8, 10: 10, 11: 6 Schüler.

7. Von der Schülerschaft.

Die Schülerselbstverwaltung vollzog sich wie im vorigen Jahr: die von den einzelnen Klassen gewählten Vertrauensleute traten unter Leitung erst von Bechtel (UD, dann von Lohmann(UD) gelegentlich zusammen und besprachen, von Studienrat Sandrock beraten, Fragen des Schullebens. Schulgemeinden fanden nicht statt. Die Schüler der oberen Klassen unterstützten die Lehrer bei der Pausenaufsicht.

An Schülervereinen bestanden:

a) der Turn-Ruderverein: Er pflegte Turnen und Rudern gleichmäßig. Am Bootshaus wurde ein Beton- laufsteg gebaut. Den bei der Ausbildung stets fehlenden Zwoer mußte das wiederhergestellte BootFulda er- setzen. Bei den Schülerrennen errang der Verein zwei Siege(einen Vierer und Juniorvierer). Die weiteste Wanderfahrt ging bis Höxter. Denkleinen Turnverein leitete Macholz(U) mit Erfolg.

b) dér Theaterverein: Er wurde von Sachweh (O D zu Vortrags- und Spielübungen angeleitet. Beim Schulfest fand im Freien eine Aufführung von Otto Ludwigs Torgauer Heide statt.

c) der Musikverein: Er bot bei den Schulfeiern Orchesterstücke, in diesem Jahre ausschließlich Werke von Händel und Gluck. Bei der Abendunterhaltung des Turn-Rudervereins im Stadtpark(10. Dezember) spielte er ein Quintett seines Dirigenten(Hartig Uh.

d) eine Jazzbandkapelle, gebildet von Schülern der Obersekunda B; sie spielte beim Schulfest, bei der genannten Abendunterhaltung und einmal im Casseler Rundfunk.

e) eine Trommler- und Pfeifergruppe, ein- gerichtet von v. Morenhoffen(O h, später geleitet von Leimbach(O II), trat zum erstenmal beim Schul- fest hervor.

f) eineFliegergruppe(vgl. voriges Programm und Seite 5).

g) eine Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland.

Der aufgabenfreie Nachmittag wurde dem Sport, einer der vorgeschriebenen Wandertage dem Wintersport gewidmet. Am 23. August 1925 nahmen etwa 40 Schüler der oberen Klassen unter Führung des Studienrats Schönberg an der Sonderzugfahrt Cassel Wasser- kuppe teil und durften die kühnen Flüge unserer besten Pioniere für einen ökonomis hen Flug des Menschen durch das Luftmeer(Martens, Espenlaub, Stamer u. a.) bewundern.

Zu Beginn der Sommerferien führte Studienrat Dr. Steigleder eine Gruppe von 19 Primanern und Sekundanern an den Rhein. Koblenz, Andernach, Maria Laach, das Siebengebirge, Bonn, Köln mit seiner Jahr- tausendausstellung waren die Hauptpunkte der wohl- gelungenen Fahrt.

Die Schule beteiligte sich am Staffellauf Wilhelms- höhe Cassel, am Bannerwettkampf um das Banner der Stadt Cassel und am Schlagballwettkampf des Deutschen Philologenverbandes. Besonderer Wert wurde auf den turnerischen Teil unseres Schulfestes gelegt. Für die Leistungen bei den Reichsjugendwettkämpfen konnten Ehrenurkunden des Herrn Reichspräsidenten verteilt werden an 26 Schüler: Schenk O I, Karl Möller UI, Breitenstein, Gernhardt, Grosse O II, Röder U II, Cönning, Dilcher, Kilian, Krug, v. Nor- mann, Otto, Stüssel OlIll, Behrens UIll, Becker, Buchmann, Malitz, Oppenheim, Röder, Rothe, Christian v. Stieglitz, Trageser IV, Chors, Ide, Liepelt V, Ley VI..

Der Gesundheitszustand war im allgemeinen gut. Zu beklagen hatten wir das jähe Ende eines vielver- sprechenden Schülers, des Oberprimaners Hansjürgen Witte; am 8. jJuli fand er bei kühnem Schwimmen in der Nordsee den Tod.

Alle Schüler waren bei der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-Aktien-Gesellschaft gegen Unfall bei Turn-, Spiel- und Sportübungen versichert.