Jahrgang 
1925
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Leitung von Sachweh UI Vortrags- und Spielübungen. Beim Schulfest führte der Verein unter Zuziehung des Schauspielers am Staatstheater Herrn Schlenk Heyses Kolberg im Freien auf.

Der Musikverein, unter Leitung von Hartwig Ul, gab bei jeder Schulfeier von den Schülern stets dankbar aufgenommene Proben ihres Könnens. Ein öffentlicher Abend fand im Oktober in der Aula statt.

Es bestand eine Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland.

EineFliegergruppe von Schülern höherer Schulen Cassels, geleitet von Studienrat Wilhelm Schönberg(Hofgeismar, seit 1. April 1925 Studienrat an unserer Schule) beschäftigte sich mit der Theorie des Segelflugs und erhielt praktischen Unterricht in dem Wackeltopf auf dem Dörnberg.

Der Nachmittag, an dem die mittleren und oberen Klassen Turnspiele hatten, blieb aufgabenfrei. Wanderungen wurden in die Umgegend Cassels wenigstens zwei im Vierteljahr veranstaltet.

Die meisten Schüler der UIb samt einigen Schülern aus Ula gingen mit Erlaubnis des Provinzialschulkollegiums unter Führung von Studienrat Sandrock im Sommer vier Wochen nach der Insel Sylt. Der Bericht, den einige Teilnehmer in einer Schulgemeinde erstatteten, bewies, daß die Fahrt wohlgeraten war und das kameradschaftliche Leben vertieft hatte.

Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen gut. Doch erkrankte im September ein Obersekundaner an Pocken, worauf die Klasse von dem beamteten Arzte Dr. Gundelach geimpft und das Klassenzimmer desinfiziert und eine Zeitlang nicht benutzt wurde. Der Kranke wurde verhältnismäßig schnell wieder gesund.

Alle Schüler waren bei der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-Aktien-Gesellschaft gegen Unfall bei Turn-, Spiel- und Sportübungen versichert.

8. Das Schulgeld

betrug für Einheimische wie Auswärtige gleichmäßig 120 Mark. Falls Geschwister eine Hoch- schule oder eine höhere Schule besuchten, war dem zweiten Kind 25%, dem dritten 50 0/0, weiteren Kindern volle Schulgeldfreiheit gewährt. Außerdem wurden 10% der Gesamt- solleinnahme für Freistellen vergeben. Unsere Hilfsbücherei hat sich dadurch, daß ein Teil des Schulgeldes für sie aufgewendet werden durfte, recht vergrößert. Insgesamt wurden für sie 3700 Mark ausgegeben. Es wird minderbemittelten Schülern bald möglich sein, alle Schulbücher dort zu entleihen.

9. Die Berufsberatung

geschah durch berufsethische Besprechungen im Unterricht der oberen Klassen, mußte sich aber im übrigen auf das Negative, die Warnung vor dem akademischen Studium bei nur durchschnittlicher Begabung, beschränken. Leider hemmen noch zu starke Vorurteile den Blick für den Wert des Qualitätshandwerks.