5. Befreit waren:
vom Religionsunterricht(auf Grund des Erlasses vom 1. April 1919 U III A 423 U II usw.): O; vom Singen: 1 in V; vom Zeichnen: 0; vom Turnen: VI: 0; V: Sommer 0, Imter 2; W: S. 3, W. 4; U IHI: 1; OIIl: 9; UIl: S. 2, W. 3; O II: 2; UI: S. 1, W. 3; O I: S. 6. W. 5.
6. Freiwilliger Unterricht.
Teilnehmer am hebräischen Unterricht: 2 in O!, 4 in UI; Teilnehmer am englischen Unterricht: 17 in I, 22 in O II; Teilnehmer am Zeichnen: 26 im S., 25 i. W. An den Arbeitsgemeinschaften nahmen alle Schüler der S. 3 genannten Klassen teil.
7. Von der Schülerschaft.
Schülerselbstverwaltung: Jede Klasse wählte ihre Vertrauensleute, die oft als„Schüler- ausschuß“ zusammentraten und, von Studienrat Sandrock beraten, Fragen des Schullebens besprachen, insbesondere die Schulgemeinden und das Schulfest vorbereiteten und sich bei Bekanntmachungen, Verteilung von Theaterkarten an die einzelnen Klassen und ähnlichen Aufgaben betätigten. Die Schulgemeinden litten, trotz großer Bemühung des Obmanns, Gloede Uh, unter der Gleichgültigkeit vieler Schüler gegenüber der neuen Einrichtung und, anders als die zweifellos fruchtbaren„Klassengemeinden“, unter dem Mangel an geeigneten Themen.
Der T. R. V., Turn-Ruderverein, der im Sommer das Rudern, im Winter das Turnen pflegt, wurde vom Oberprimaner von Natzmer energisch geleitet. Bei der Klubregatta des Rudervereins„Kurhessen“ fuhr eine Mannschaft des T. R. V. den ersten Schülergastvierer durchs Ziel; in der neunten Verbandsregatta des Schülerregattaverbands Cassel unterlag der Verein im Viererrennen, doch der Doppelzwoer siegte.— Eine Abendunterhaltung im großen Stadtparksaal bot gute Turnleistungen.
Der„kleine Turnverein“, vom Oberprimaner Weynand von neuem eingerichtet und geleitet, bereitete Schüler der unteren und mittleren Klassen auf die Tätigkeit im größeren Verein vor.
Im Staffellauf Wilhelmshöhe— Cassel stellte das Wilhelmsgymnasium zwei Mannschaften.
Am Wettkampf um das Banner der Stadt Cassel beteiligte sich das Wilhelmsgymnasium nicht, weil nach den Kampfbedingungen weniger die Leistungen der Schulen als die einzelner, zu dieser Höhe weniger in den Schulen als in Sportvereinen ausgebildeter Schüler den Ausschlag geben mußten.
Durch Teilnahme am Staffellauf Wilhelmshöhe- Cassel, am Schlagballwettkampf des Deutschen Philologenverbandes, am Rudern und durch die Vorbereitung des turnerischen Teils des Schulfestes wurde ochnehin den Leibesübungen schon reichlich viel Zeit gewidmet.
Der neugebildete Theaterverein, der satzungsgemäß aus Liebe zum Spiel und zur Kunst für sich selbst, nicht für die Offentlichkeit spielen will, machte unter der eifrigen


