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Für die lateinischen und griechischen Klassiker werden im allgemeinen die Teubnerschen Texte ohne Kommentar gebraucht.
Für Ovid: Siebelis, P. Ovidii Nasonis Metamorphoses, Auswahl für Schulen mit erläuternden Anmerkungen.
Für Vergil: Adolf Lange, Auswahl aus Vergils Aeneis.
Für Ciceros Briefe: Adolf Lange, Auswahl aus Ciceros Briefen. Für Homer: Henke, Die Gedichte Homers, Teubner.
Für Sophokles: Die Ausgaben von Muff.
IL. Auswahl aus den Verfügungen der vorgeseteten Behörde.
Cassel, den 6. April 1912. Kandidat des höheren Lehramts Heinrich Henkel wird zum Besuche des in Berlin stattfindenden archäologischen Ferienkursus bis zum 20. April beurlaubt.
Cassel, den 8. April. Kandidat Henkel bleibt dem Wilhelmsgymnasium auch fernerhin überwiesen.
Cassel, den 10. April. Kandidat des höheren Lehramts Heinrich Riemann wird dem Wilhelmsgymnasium zur Ableistung des Probejahres überwiesen.
Cassel, den 12. April. Kandidat des höheren Lehramts Otto Wolf wird dem Wilhelmsgymnasium überwiesen.
Cassel, den 15. April. Zur Entlastung des Lehrers am Gymnasium Stern werden von dessen Unterrichtsstunden wöchentlich acht dem Kandidaten Wetzell übertragen.
Cassel, den 17. April. Kandidat Wolf wird zur Versehung einer Lehrerstelle an dem Institut Hofmann zu St. Goarshausen bis zum 31. März 1913 beurlaubt.
Cassel, den 9. Oktober. Kandidat des höheren Lehramts Wilhelm Stück wird dem Wilhelmsgymnasium zur Ableistung des Probejahres überwiesen.
Cassel, den 9. Oktober. Kandidat des höheren Lehramts Dr. Eduard Schubotz wird dem Wilhelmsgymnasium zur Ableistung des Probejahres überwiesen.
Cassel, den 11. Oktober. Die Kandidaten des höheren Lehramts Franz Weber und Dr. Karl Schmidt werden dem Wilhelmsgymnasium zur praktischen Ausbildung überwiesen.
Cassel, den 31. Oktober. Abdruck des Min.-Erl. vom 21. September 1912— UII Nr. 2084 1. Die Gefahren, die durch die überhand nehmende Schundliteratur der Jugend und damit der Zukunft des ganzen Volkes drohen, sind in den letzten Jahren immer mehr zutage getreten. Neuerdings hat sich wieder mehrfach gezeigt, daß durch die Abenteurer-, Gauner- und Schmutzgeschichten, wie sie namentlich auch in einzelnen illustrierten Zeitschriften verbreitet werden, die Phantasie verdorben und das sittliche Empfinden und Wollen derart verwirrt worden ist, daß sich die jugendlichen Leser zu schlechten und selbst gerichtlich strafbaren Handlungen haben hinreißen lassen. Die Schule hat es auch bisher nicht daran fehlen lassen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dieses Übel zu bekämpfen und alles zu tun, um bei den Schülern und Schülerinnen das rechte Verständnis für gute Literatur, Freude an ihren Werken zu wecken und dadurch die sittliche Festigung in Gedanken, Worten und Taten herbeizuführen. In


