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und Unruhe erwartet und befürchtet hatte, am 1. August war der Krieg erklärt worden. Der Anfang des Unterrichts wurde deshalb auf 8 Tage später, den 11. August, verschoben.
Da der Direktor Prof. v. Hanxleden als Kompagnieführer im Pionierbataillon in Hann.- Münden eingezogen wurde, übernahm Prof. Theisen die Leitung der Schule. Eine Zeitlang war Prof. Dr. Heuser im militärischen Bahnschutz tätig. Der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Benkert trat als Kriegsfreiwilliger beim Kurh. Feldart.-Regt. Nr. 11 ein. Als Ersatz für die fehlenden Lehrkräfte wurde der Anstalt der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Hornschu überwiesen. Auch der Seminarkandidat Dr. Kuhring übernahm freundlicher Weise freiwillig einige Unterrichts- stunden. So konnte der Unterricht fast im vollen Umfang aufrecht erhalten werden.
Die vaterländische Begeisterung trieb auch die Schüler der Prima zu den Fahnen. Am 8. und 9. August unterzog sich der Primaner Oesterheld der Notprüfung; am 28. und 29. August bestanden sie die Primaner Ecke, Götze, Niehoff, Oréans, Reck, Thöne und am 19. und 21. September der Primaner Schröder. Sämtliche Schüler traten dann als Kriegsfreiwillige ins Heer ein. Auch die Sekundaner Kunze und Matern gingen gleich zu Anfang des Krieges von der Schule ab, um den Waffenrock anzuziehen.— Erfreulicher Weise sind sie bis jetzt alle gesund geblieben. Dagegen haben wir den Tod eines früheren Schülers zu beklagen.
Ehrentafel.
Hans Riekel, abgegangen am 23. Juni 1912, um Förster zu werden, trat am 15, August 1914 beim Garde-Schützen-Betaillon in Groß-Lichterfelde als Kriegsfreiwilliger ein. Er kam dann in die 2. Komp. des Res.-Jäger-Bataillons Nr. 16 des 22. Res.-Armee- Korps. Am 11. Oktober rückte er nach Westflandern ab und wurde am 29. Oktober zum Gefreiten befördert. Bei einem Sturmangriff hinter Bixschote am 3. November wurde er durch einen Schuß in den Oberschenkel und ins Knie verwundet. Am 5. November konnte er seinen Eltern noch eine Karte schreiben, am 7. November ist er im Krjegs- lazarett zu Houthulst gestorben. Er liegt auf dem Militärfriedhof in Houthulst bei Staden in Westflandern begraben.
Eine Anzahl Schüler aus der Prima, Sekunda und Tertia war mit behülflich beim Einbringen der Ernte in Orferode, Zwesten, Hof Weiden, Gilsa, Frieda, Waldkappel, Hopfelde und Römersberg.
Gelegentlich waren auch einige Schüler als Eilboten für die Lazarette und als Sammler in der Reichswollwoche tätig.
An der Goldsammlung vom 23, Februar bis 10. März beteiligten sich 114 Schüler. Es gelang aufzubringen:
der Prima, M 70,— „ Sekunda„ 230,— „ Tertia„ 2160,— „ Quarta„ 1600,— „ Quintaa„ 1160,— „ Quintab„ 2020,— „ Sextaaa„ 2200,— „ Sextab„ 1100,—
M 10630,—


