Jahrgang 
1906
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die Umwandlung erst Ostern 1915 mit der ersten Reifeprüfung nach dem neuen System ihren Abschluss finden. Der von dem Herrn Minister genehmigte neue Lehrplan ist der folgende:

VI V IV UIIIOII UIIOIIUIO1 nnen Religion..[3[2[2 2[2[22 22 10 Deutsch und Geschichtserzählungen ¹)5 34 4 3 3 3 3 3 3 31 Latieiennn[([[. 8 8 6 6 5 5 38 Französisch....... 6 6 6 4 4 3 3 3 3 38 Englisch..... 6 4 4 3 17 Geschichte 3 2 2 2 3 1 3 1 3 29 Erdkunde..... 2 2 2 2 2(1 1 Rechnen und Mathematik. 5 5 6 5 4 4 5 5 5 44 Naturwissenschaften..... 2 2 2 2 3 3 5 6 29 Schreiben. 2 2 4 Zeichnen..... 2 2 2 2 2 2 2 2 16

25 25 27 30 30 32 32 32 32 265

Die Gründe, die den unterzeichneten Direktor bewogen haben, den Antrag auf Um- wandlung der Schule in ein Reformrealgymnasium zu stellen, mögen aus dem von ihm am 25. Oktober 1905 erstatteten Gutachten der Hauptsache nach hier Platz finden:

Bereits in den Jahren 1893 und 1901 ist von meinem Amtsvorgänger die Umwandlung der einen Hälfte des Realgymnasiums in eine Reformschule angeregt worden. Da dieser Plan von Kuratorium und Magistrat freundlich aufgenommen, aber schliesslich doch zurückgestellt wurde, so erachte ich jetzt die Zeit für gekommen, die Zweckmässigkeit der Umwandlung noch einmal einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. Dies dürfte jetzt umsomehr am Platze sein, als der der Reform zu Grunde liegende Gedanke seitdem eine ungeahnte Wirkung gezeitigt hat. Im vorigen Jahre bestanden im Deutschen Reiche 10 Reformschulen Altonaer und 65 Frankfurter Systems; zuverlässigen Nachrichten zufolge sollen in diesem Jahre bereits 87 solcher Schulen vorhanden sein, und im näâchsten Jahre wird mit den in sicherer Aussicht stehenden das erste Hundert erreicht werden. Da vor 1892 nur 3 Reformschulen(in Altona, Güstrow i. M. und Magdeburg) bestanden und die eigentliche Entwickelung dieser Schulart erst in dem ge- nannten Jahre mit der Gründung der Reformschulen in Frankfurt a. M. und Iserlohn einsetzt, so steht dieser Erfolg ganz beispiellos in der Schulgeschichte da. Was insbesondere die Real- gymnasien anbetrifft, so ist jetzt schon ein volles Drittel derselben in Preussen, ja sogar die Haälfte in den 4 westlichen Provinzen(Hannover, Hessen-Nassau, Westfalen und Rheinprovinz) umgewandelt oder in der Umwandlung begriffen.

Es müssen also doch eigenartige Vorzüge dieser Schulgattung sein, die eine so grosse werbende Kraft entfaltet haben. Und solche lassen sich in der Tat leicht erkennen. Sie sind am ausführlichsten dargelegt in der Schrift von Professor Dr. Lenz:Die Vorzüge des gemein-