Jahrgang 
1906
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E. Chemisches Laboratorium. (Verwalter: Professor Heydenreich.) a) Anschaffungen:

Apparat zur Darstellung des Ammoniaksodaprozesses, Apparate zur Elektrolyse von Zinkchlorid, Zinnchlorür, von Blei-Mangansalzen und von Kaliumhydroxyd; Zeitschrift für den physikalischen und chemischen Unterricht 18. Jahrgang, 1 Satz Atommodelle, 1 Bunsensches Universalstativ, Ergänzung der Chemikalien, Glas- und Porzellangeräte.

b) Geschenke:

3 Graphit- und 4 Tontiegel von Herrn Gundlach, Grossalmerode; Henniger, vorbereitender Lehrgang der Chemie und Mineralogie von der Verlagshandlung.

F. Naturgeschichtliche Sammlungen. (Verwalter: Oberlehrer Kunze.) a) Anschaffungen: Gehirntypen verschiedener Wirbeltiere. b) Geschenke: Gallensteine des Pferdes: Herr Henrion, früherer Schüler der Anstalt; Wespennest: Schuchhard VIb; Schädel eines Hausmarders: Vaupel IVa; Hornissennest, Holzstück mit Miesmuscheln und Seepocken

dicht besetzt: Hast OIla; Graphittiegel: Gundlach UI; 2 Kaninchenschädel: Buda VIb; 1 Ei vom Auer- hahn: G. Ochs Va; Direktor Dr. Wittich: Chinesische und indische Rohseide.

VI. Stiftungen und Unterstützungen von Schülern.

lm Genuss der Zinsen der Preime-Stiftung war auch in diesem Jahre nach Beschluss des Lehrerkollegiums Wilhelm Siebert, Sohn des früheren Oberlehrers der Anstalt, Herrn Pro- fessors Dr. Siebert. Aus dem Kerstingschen Vermächtnis erhielt der Obersekundaner Karl Faure 100 Mk. Von Herrn Karl Malkomes zu East-London in Südafrika gingen wieder 100 Mk. ein, die zu gleichen Teilen an zwei Witwensöhne gezahlt wurden.

Die Zinsen der Wittich-Stiftung wurden zwei der V angehörenden Witwensöhnen ver- liehen. Die nunmehr genehmigten Satzungen der Stiftung sind die folgenden:

Satzungen für die Wittichstiftung. 8 1.

Das Stiftungskapital, welches sich aus dem ursprünglichen Betrage von 5212,85 Mk. und etwaigen späteren Zuwendungen sowie zum Kapital geschlagenen Zinsen bildet, ist für immer unantastbar.

§ 2.

Das Kapitalvermögen der Stiftung ist in Hypotheken, die pupillarische Sicherheit gewähren, oder in Wertpapieren von gleicher Beschaffenheit, also namentlich Schuldverschreibungen des deutschen Reiches, des preussischen Staates, der hiesigen Landeskreditkasse oder der Residenzstadt Cassel, und, soweit dies nicht tunlich, auf der städtischen Sparkasse anzulegen. Sobald der bei der Sparkasse stehende Betrag durch Zinsen oder weitere Einlagen eine Höhe erreicht, dass ein neues Wertpapier der gedachten Art davon an- geschafft werden kann, soll dies jedesmal geschehen. Die Stiftungsrechnung wird zugleich mit der Schul- rechnung abgelegt.