— 30—
32. Dass. hat nach Mitteilung des Kuratoriums Herrn Oberlehrer Dr. Knatz vom 1. Februar ab einen Urlaub auf 6 Monate zu dem Zwecke bewilligt, sich bei den Arbeiten einer Königlichen Kommission zur Gewinnung griechisch-literarischer Papyri durch Grabungen in Oberägypten zu beteiligen. Die hiesige Vertretung durch den wissenschaftlichen Hilfslehrer Herrn Dr. Heinze ist genehmigt; 31. 1. 03.
33. Dass. genehmigt, dass mit Rücksicht auf die vom 20. September ab in Cassel tagende Naturforscherversammlung die Herbstferien am 20. September beginnen und mit dem 6. Oktober schliessen; 10. 2. 03.
34. Dass. genehmigt, dass Herr Oldörp die zweite Hälfte seines Probejahres im Auslande zubringe, um sich im praktischen Gebrauche der neueren Sprachen zu vervollkommnen.
III. Schulgeschichte.
Das Schuljahr begann am 7. April morgens 8 Uhr mit der Aufnahmeprüfung. Vom 1. Juni bis 31. August fing der Unterricht um 7 Uhr an, vom 17. November bis 14. Februar Wum 8 ½ Uhr, sonst um 8 Uhr.
An der Jahresversammlung des Provinzialvereins in Geisenheim, am Tage vor Himmelfahrt, nahm nur der Direktor teil.
Die Pfingstferien gingen vom 18. bis 21. Mai, die Sommerferien vom 7. juli bis 4. August, die Herbstferien vom 29. September bis 11. Oktober, die Weihnachts- ferien vom 30. Dezember mittags bis 6. Januar. Am 24. September fiel wegen des Gustavy- Adolfsfestes, am 24. Februar, als am Fastnachtstage, der Unterricht aus. Sommer- ausflüge wurden von 9 Klassen unternommen. Zum Eislauf erhielten zunächst alle Klassen einen freien Nachmittag, ausserdem einen zweiten die Klassen, die keinen Sommerausflug gemacht hatten. Wegen der Hitze fiel am 2., 3., 4., 28. und 30. Juni von 11 Uhr an, am 4. September am Nachmittage der Unterricht aus.
Die Sedanfeier wurde wieder nur in der Schule festlich begangen. Die Gefahren der Haftpflicht waren, wie bei der Unterlassung einer Anzahl von Sommerausflügen, ein Hauptgrund hierzu. Eine im Jahre vorher über diese Frage an die Stadtverwaltung gerichtete Eingabe war ohne Antwort geblieben, während andere Städte in diesem Punkte volle Beruhigung bei der Lehrerschaft gegeben haben. Dazu kam die Rücksicht auf die Schwierigkeit, jede Art von Unregelmässigkeiten zu verhüten, und endlich der Gedanke, es genüge nunmehr eine nur alle fünf Jahre wiederkehrende grössere Feier.
Für die Schulfeier war die Vortragsordnung folgende:
1) Chorgesang:„Danket dem Schöpfer“, von Flemming. 2) Vorträge:„Des deutschen Knaben Tischgebet“, von Karl Gerok, vorgetragen von Arthur Dieterich, VIb;„Zum Sedanfeste“, von Eugen Richard, vorgetragen von Walther Uhling, Vb;„Deutsche Siege“, von Emanuel Geibel, vorgetragen von Kurt Schönfeld, IVb. 3) Chorgesang:„Hochlands Sohn“, von Jordan-Lützel. 4) Vorträge:„Der Grenadier von Sedan“, von Otto Rentsch, vorgetragen von Julius Süssholz, III, 2 b;„Sedan“, von Karl Gerok, vorgetragen von Otto Haas, III, 1 b;„Aufruf“, von Th. Körner, vorgetragen von Karl Schoppach, II, 2 b. 5) Chorgesang:„Des Deutschen Reiches Baumeister“, von Wilhelm. 6) Vorträge:„Das Lied


