Jahrgang 
1901
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10.

.Erdkunde. 2 Std. In a Oberlehrer Siebert II, in b Oberlehrer Bauer. Politische Erd-

kunde von Deutschland. Physikalische und politische Erdkunde der aussereuropäischen Erdteile. Erweiterung der Grundbegriffe der allgemeinen Erdkunde. Kartenentwürfe. Seydlitz, Schulgeographie(Ausgabe D); Sydow-Wagner, Schulatlas.

. Mathematik. 5 Std. In a Oberlehrer Grebe, in b Prorektor Professor Dr. Hornstein.

I. Geometrie. 3 Std. Wiederholung der Lehre vom Dreieck. Die Lehre vom Viereck, Vieleck und vom Kreise. Flächeninhalt der Figuren, Inhaltsberechnung einfacher gradliniger Figuren. Konstruktionen. Koppe-Diekmann, I.

II. Arithmetik. 2 Std. Die Hauptrechnungsarten mit absoluten allgemeinen Grössen. Gleichungen ersten Grades mit einer Unbekannten. Heis, Aufgabensammlung. Naturbeschreibung. 2 Std. In a Oberlehrer Grebe, in b Oberlehrer Bauer. Im Sommer: Das natürliche Pflanzensystem, besonders die wichtigsten natürlichen Familien. Bestimmungs- übungen nach Wigands Flora. Schilling, Pflanzenreich. Im Winter: Wiederholung der Wirbeltiere. Gliedertiere. Schilling, Tierreich.

Zeichnen. In a und b Karbiner. Zeichnen nach Wandtafeln und Holzkörpern. UÜbungen im Anlegen mit Wasserfarben.

Quarta.

Klassenvorstand: In a Oberlehrer Grebe, in b Oberlehrer Krauth. Wöchentlich 20 Stunden

(ohne Turnen und Gesang) Lehrgang einjährig.

. Religion. 2 Std. In a Erdmann, in b Jürgens. Das Allgemeinste von der Einteilung

der Bibel und die Reihenfolge der biblischen Bücher, Ubung im Aufschlagen von Sprüchen. Lesen und Wiederholen wichtiger Abschnitte des Alten und des Neuen Testaments. Katechismus: Wiederholung und Vertiefung des ersten und zweiten Hauptstücks; Erklärung und Ergänzung des dritten Hauptstücks mit Luthers Auslegung. Auswendiglernen des vierten und fünften Hauptstücks. 25 Bibelsprüche und 4 Kirchenlieder wurden neu gelernt, die früher gelernten wiederholt. Bibel, Katechismus mit Spruchsammlung, Gesangbuch.

. Deutsch. 3 Std. In a Oberlehrer Siebert ll, in b Oberlehrer Krauth. Lesen von Ge-

dichten und Prosastücken aus Muff und Besprechung derselben. Mündliches und schriftliches Nacherzählen des Inhalts, Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Wiederholung und Erweiterung des grammatischen Lehrstoffes; der zusammengesetzte Satz und die Satz- zeichen; das Wichtigste aus der Wortbildungslehre, das Notwendigste aus der Verslehre. 20 schriftliche Arbeiten, 10 Diktate und 10 Aufsätze(4 Klassenarbeiten).

. Latein. 7 Std. In a Oberlehrer Siebert II, in b Oberlehrer Krauth. Die Kasuslehre

nach Wittichs kurzgefasstem Lehrbuch des Latein., Teil III. Gelesen wurden die zusammen- hängenden Stücke des Lehrbuchs. Wöchentlich eine UÜbersetzung ins Lateinische als Klassen- arbeit, dazu sechs UÜbersetzungen aus dem Lateinischen ins Deutsche.

. Französisch. 5 Std. In a wissenschaftlicher Hilfslehrer Dr. Knatz, in b Oberlehrer

Dr. Kugel. Grundlegende Ausspracheübungen unter Benutzung von Rambeaus Lauttafeln. Indikativ der Hilfsverben avoir und éêtre sowie der Verben auf er. Die Deklination des Hauptwortes, das partitive de, das Eigenschaftswort, die regelmässige und unregelmässige Steigerung, die Grundzahlen wurden eingeprägt Plötz-Kares, kurzer Lehrgang der fran- zösischen Sprache. Elementarbuch, Ausgabe 33. 24 schriftliche Arbeiten, davon 12 Klassen- arbeiten.