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Aufgaben für die Reifeprüfung: 1) Herbst 1900: 1) Welches Kapital ist bei 4% Zinseszins in 7 Jahren zu 3780 M. angewachsen?(Die Rechnung ist 1) mit Anwendung von Logarithmen, 2) mit Hilfe des binomischen Satzes auszuführen.) 2) In eine Kugel ist ein gerader Kegel so einzuschieben, dass seine Höhe im Mittelpunkt der Kugel stetig geteilt ist. Es soll das Verhältnis der Rauminhalte beider Körper bestimmt werden. 3) Welches ist der Flächenunterschied zwischen dem einem Kreise vom Radius r= 8,5 m umbeschriebenen und einbeschriebenen regelmässigen Zwölfeck? 4) Die Gleichung einer Parabel ist y?2— 20 y— 20 x, und die Gleichung einer die Parabel schneidenden Geraden ist y= 2 x. Die Schnitt- punkte sind durch Rechnung und Konstruktion zu bestimmen.
2) Ostern 1901: a) l, 1a: 1) Die Wurzeln der Gleichung Xx*+ 4— 5. i= 0 zu bestimmen. Es sollen die Ergebnisse innerhalb einer sogen. Zahlenebene mit Hilfe einer reellen und imaginären Zahlen-— achse zur Darstellung gebracht werden, wobei nur die erste Dezimalstelle der gefundenen Werte berück- sichtigt zu werden braucht. 2) In eine Kugel vom Radiusr einen Kegel vom grössten Mantel einzubeschreiben. Das Verhältnis der Quadrate des Radius des Grundkreises, der Höhe und der Seitenlinie des Kegels soll seiner Besonderheit wegen bestimmt werden. 3) In welcher Tageszeit hat in Cassel die Sonne am Tage ihrer grössten südlichen Abweichung eine Höhe von 11° 257? 4) Die Scheitelgleichung einer Parabel in Bezug auf rechtwinkelige Coordinaten, deren x-Achse mit der Hauptachse zusammenfällt, ist y?= 10 x. Ausserdem ist die Gleichung einer geraden Linie S y— 15 X+ 120= 0 gegeben; es soll, nachdem die Gleichung der zu dieser Linie parallelen Tangente an die Parabel bestimmt worden ist, die Gleichung der
letzteren mit Bezug auf die Tangente und den ihr zugehörigen Durchmesser als Coordinatenachse auf-— gestellt werden.
lI, 1b. 1) Wie tief sinkt eine Bleikugel in Quecksilber ein?(Das spezif. Gewicht des Bleies ist 11,445 und das des Quecksilbers 13,597.) 2) Eine gerade Säule von 31,4164 cm, deren Grundfigur ein regelmässiges Achteck mit dem kleinen Radius«= 5 em ist, wird in einen geraden Cylinder verwandelt, von welchem der Radius des Grundflächenkreises gleich dem grösseren Abschnitt der stetig geteilten Höhe des Cylinders ist. Wie lang ist dieser Radius? 3) Wie lang ist auf der Erdkugel der kürzeste Weg zwischen Moskau(geogr. Breite+ 55° 45,37 und Länge 1 h 36 42“ östlich von Berlin) und Madrid(geogr. Breite+ 40° 24,5 und Länge Ih 8 20“ westlich von Berlin)? Der Erdradiuser= 6370 Km. 4) In welcher Beziehung steht die Gerade, deren Gleichung 3— 4 y+ 50= 0 ist, zu dem Kreise, der die Mittel- punktsgleichung x*+ y?2= 100 hat?
Physik. 3 Std. In a Professor Dr. Kramm, in b Prorektor Prof. Dr. Hornstein.
Die Lehre vom Licht. Wiederholungen aus den übrigen Gebieten der Physik, in I, la ins- besondere aus der Mechanik und Wärmelehre. Ubungsaufgaben. Jochmann, Physik.
Chemie und Mineralogie. 2 Std. In a Professor Völler, in b Prorektor Prof. Dr. Horn- stein. Systematische Behandlung der Schwermetalle unter Berücksichtigung der wichtigeren Mineralien. In b auch Aluminium. Rüdorff, Grundriss der Chemie. Hornstein, kleines Lehrbuch der Mineralogie.
Aufgaben in Naturlehre für die Reifeprüfung. 1) Herbst 1900: Die Reflexion des Lichts an Planspiegeln und sphärischen Hohlspiegeln. 2) Ostern 1901: a) in I, la: Welcher Methoden bedient man sich zur Bestimmung der spezifischen Wärme fester und flüssiger Körper? Dazu: Wie gross ist die spezifische Wärme des Quecksilbers, wenn p= 2,5 kg dieses Metalls vonet= 100°in einem kupfernen Kalorimeter von pi= 0,5 kg Gewicht und c= 0,09 spezif. Wärme mit pe= 4 kg Wasser von t.= 20⁰
gemischt, eine Ausgleichs-Temperatur T= 21,53“ ergeben? b) in I, b: Wie hat man die Geschwindigkeit des Lichts bestimmt?
Zeichnen. 2 Std. In a und b Karbiner. Zeichnen nach Gipsornamenten. Projektives Zeichnen.


