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7. Mathematik. 5 Std. In a Oberlehrer Bauer, in b Prorektor Prof. Dr. Hornstein. I. Geometrie und Trigonometrie. Wiederholungen aus der Planimetrie. Die Lehre von den harmonischen Punkten und Strahlen, Khnlichkeitspunkten, Kreispolaren und Chordalen. Konstruktion algebraischer Ausdrücke. Wiederholung und Erweiterung der ebenen Trigonometrie und Stereometrie. Koppe-Diekmann, Geometrie. Gauss, Logarithmentafel.
II. Arithmetik und Algebra. Arithmetische und geometrische Reihen, Zinseszins- und Rentenrechnung, Gleichungen vom 2ten Grad mit mehreren Unbekannten. Permutationen, Kombinationen, Variationen. Der binomische Lehrsatz für ganze positive Exponenten. Heis, Aufgabensammlung.
8. Physik. 3 Std. In a Professor Völler, in b Prorektor Prof. Dr. Hornstein. Die Lehre von der Wärme, dem Magnetismus und der Elektricität, Ubungsaufgaben. Jochmann, Physik.
9. Chemie und Mineralogie. 2 Std. In a Professor Völler, in b Prorektor Prof. Dr. Horn- stein. Einführung in die Chemie. Entwicklung der chemischen Grundlehren auf Grund von Versuchen. Die Elemente: Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff; die Halogene: Chlor, Brom, Jod und Fluor; ferner Schwefel, Phosphor und Kohlenstoff nebst ihren wichtigsten Verbindungen, einschliesslich Mineralien. Stöchiometrische Aufgaben. Rüdorff, Chemie; Hornstein, Mineralogie.
10. Zeichnen. 2 Std. In a und b Karbiner. Zeichnen nach Gipsornamenten. Projektives Zeichnen.
Untersekunda.
Klassenvorstand: In a Professor Stange, in b Professor Dr. Ulrici. Wöchentlich 31 Stunden (ohne Turnen und Gesang). Lehrgang einjährig.
1. Religion. 2 Std. In a und b Professor Dr. Ulrici. Wiederholung und Erweiterung der Geschichte des Reiches Gottes im Alten Bunde. Geschichte des Reiches Gottes im Neuen Bunde im Anschluss an die Lektüre des Evangeliums des Markus. Bibellesen. Kurz wieder- holt wurde der Katechismus, die früher gelernten Sprüche z. T., Lieder und Psalmen, neu gelernt Psalm 110, 121, 130. Hollenberg, Hilfsbuch; Bibel, Katechismus, Gesangbuch.
2. Deutsch. 3 Std. In a Oberlehrer Dr. Fuckel, in b Professor Dr. Ulrici. Gelesen wurde Tell, Hermann und Dorothea, Minna von Barnhelm und ausgewählte Stücke aus dem Lese- buche von Muff. Einige Gedichte wurden auswendig gelernt und früher gelernte wiederholt. Ubungen in schriftlicher und mündlicher Wiedergabe des Gelesenen und im Gliedern von Aufsatzaufgaben. Verslehre und grammatische Wiederholungen im Anschluss an den Lese- stoff und die Besprechung der Aufsätze. Daneben kleine Vorträge der Schüler.
Aufsätze in a: 1) Wodurch unterscheidet sich der Zauberlehrling Göthes von der entsprechenden Erzählung in Lucians Lügenfreund? 2) Die Vorfabel zu Schillers Wilhelm Tell. 3) Der Vierwaldstätter See. 4) Welche Umstände haben die französische Umwälzung herbeigeführt?(Probearbeit.) 5) Wer lange bedenkt, der wählt nicht immer das Beste. 6) Wie schildert uns Ovid die grosse Flut? 7) Hermanns Heimat(Nach Göthes Hermann und Dorothea). 8) Warum liebt der Deutsche seinen Rheinstrom? (Prüfungsarbeit.)
Aufsätze in b: 1) Wodurch wurde die Kultur Europas begünstigt? 2) Welche Charaktereigenschaften Chamissos lernen wir in seinem Gedichte:„Das Schloss Boncourt“ kennen? 3) Welchen Ausgang nahmen die Kämpfe Galbas in den Alpen? 4) Inwiefern können wir Meer und Wüste vergleichen?(Probearbeit.) 5) Wie hat Lessing in Minna von Barnhelm den deutschen Soldaten geschildert? 6) Früh übt sich, was ein Meister werden will.(Chrie). 7) Welche Erinnerungen steigen in uns bei der Betrachtung des schlafenden Löwen in der Karlsaue auf? 8) Wodurch war die Erhebung Preussens im jahre 1813 vor- bereitet worden?(Prüfungsarbeit.)


