Jahrgang 
1897
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Lüdeckings Lesebuch II. wurden gelesen. Im Anschluss daran Sprechübungen, sprachliche und sachliche Erläuterungen. 10 häusliche und 10 Klassenarbeiten.

6. Geschichte. 3 Std. In a Prof. Dr. Siebert I, in b Prof. Dr. Schantz. Griechische Geschichte bis zum Tode Alexanders des Grossen. Römische Geschichte bis zum Untergang des west- römischen Kaisertums. jänicke, Lehrb. d. Gesch. f. d. oberen Klassen, I.

7. Mathematik. 5 Std. In a im S. Prof. Grebe, im W. Oberl. Völler, in b. Prof. Stange. I. Geometrie und Trigonometrie. Wiederholungen aus der Planimetrie, die Lehre von den harmonischen Punkten und Strahlen, Khnlichkeitspunkten, Kreispolaren, Chordalen. Konstruktion algebraischer Ausdrücke. Wiederholung und Erweiterung der ebenen Trigonometrie und der Stereometrie. Koppe-Diekmann, Lehrbücher. Gauss, Logarithmentafel.

II. Arithmetik und Algebra. Arithmetische und geometrische Reihen. Zinseszins- und Rentenrechnung. Gleichungen vom zweiten Grade mit mebreren Unbekannten. Permutationen, Kombinationen, Variationen. Der binomische Lehrsatz für ganze positive Exponenten. Heis, Aufgabensammlung.

8. Physik. 3 Std. In a Prof. Dr. Hornstein, in b Prof. Stange. Die Lehre von dem Magne- tismus, der Elektricität und der Wärme. Ubungsaufgaben. Trappe, Schulphysilk.

9. Chemie und Mineralogie. 2 Std. In a und b Prof. Dr. Hornstein. Einführung in die Chemie: Entwicklung der chemischen Grundlehren aus den beobachteten chemischen Vorgängen und den Gesetzen der Physik. Von den Nichtmetallen: Sauerstoff, Wasserstoff, Chlor, Brom, Jod, Fluor, Schwefel, Stickstoff und deren wichtigste Verbindungen, einschliesslich der Mineralien. In a noch besonders Krystallographie, dagegen von den Elementen nicht Schwefel und Stick- stoff. Rüdorff, Elemente der Chemie; Hornstein, Kleines Lehrbuch der Mineralogie.

10. Zeichnen. 2 Std. In a und b Karbiner. Zeichnen nach Gipsornamenten. Projektives Zeichnen.

Untersekunda.

Klassenvorstand: In a Oberl. Dr. Krüger, in b Prof. Dr. Kramm. Wöchentlich 31 Stunden(ohne Turnen und Gesang). Lehrgang einjährig.

1. Religion. 2 Std. In a und b Prof. Dr. Ulrici. Kurze Wiederholung der Geschichte des Reiches Gottes im A. B. Lesen von Psalmen und Stellen aus den Propheten. Geschichte des Reiches Gottes im N. B. im Anschluss an das Evangelium des Markus wiederholt und erweitert. Aus dem Katechismus Wiederholung des früher Gelernten. Sprüche, Lieder und Psalmen wurden wiederholt, neu gelernt Psalm 120, 121, 130. Hollenberg, Hilfsbuch; Bibel, Katechismus, Gesangbuch.

2. Deutsch. 3 Std. In a Prof. Dr. Ulrici, in b Prof. Dr. Siebert J. Lesebuch von Muff, ausgewählte Stücke wurden gelesen und erklärt. Balladen von Schiller und Göthe. Die Glocke, Hermann und Dorothea, Tell, Minna von Barnhelm. Gedichte und Dichterstellen auswendig gelernt, früher gelernte wiederholt. Ubung in freier Wiedergabe des Gelesenen. Verslehre im Anschluss an das Gelesene. Der grammatische Stoff wurde wiederholt und erweitert. Ubung im Dis- ponieren. Halbjährlich 4 Aufsätze, darunter 1 Klassenaufsatz und der Prüfungsaufsatz.

Aufsätze in a: 1. Drei hervorstechende Charakterzüge des Grafen von Habsburg nach Schillers Ballade. 2. Wem verdankt Friedrich der Grosse sein endliches Obsiegen im siebenjährigen Kriege: 3. Mit des Geschickes Mächten