Jahrgang 
1890
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Klassenarbeiten, in der Regel wöchentlich abwechselnd. Gelesen wurde aus Lüdecking, Englisches Lesebuch, I. Leichte Sprechübungen über das Gelesene.

. Geschichte. 2 Std. In a Dr. Meyer, im Winter B oekholt, in b Dr. Danker, von Januar ab Bethge. Deutsche Geschichte bis zum Zeitalter der Reformation mit besonderer Berücksichtigung der brandenburgischen Geschichte. Pütz, Teil II.

. Geographie. 2 Std. In a Heydenreich, in b Dr. Danker, von Januar ab Bethge. Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Schweiz, Belgien und Holland mit besonderer Berücksich- tigung der Bodenverhältnisse, Verkehrswege und Erzeugnisse. Wiederholung der ausser- europäischen Erdteile. Kartenzeichnen. Seydlitz, Schulgeographie, Ausgabe b. Schulatlas von Sydow-Wagner.

Mathematik. 5 Std. In a Heydenreich, in b Oberlehrer Dr. Kramm. I. Geometrie. 2 Std. Die Lehre von den Dreiecken, Vierecken, Vielecken und vom Kreise. Von der Gleichheit der Figuren. Konstruktionen. Koppe, Planimetrie.

II. Arithmetik und Algebra. 2 Std. Die Grundoperationen mit allgemeinen Grössen. Heis,§ 1 25. Quadrat- und Kubikwurzelausziehen. Gleichungen vom ersten Grade mit einer Unbekannten. Heis§ 61 und 63.

III. Rechnen. 1 Std. Fortsetzung der Übungen in verschiedenen bürgerlichen Rechnungs- arten.

. Naturbeschreibung. 2 Std. In a Heydenreich, in b Völler. Im Sommer: Übungen im selbständigen Bestimmen von Blütenpflanzen nach Wigands Flora. Wichtigere Pflanzenfamilien sowie eine Reihe ausländischer Kulturgewächse. Fortgesetzte Einübung des Linnéschen Systems. Im Winter: Die Wirbeltiere in systematischer Übersicht, neu die Kriechtiere, Lurche und Fische. Einzelbeschreibung von Insekten. Schilling, Pflanzenreich, Ausgabe B. Schilling, Tierreich. Wigand, Flora.

10. Zeichnen. 2 Std. In a und b Karbiner. Zeichnen nach Wandtafeln, Vorlagen u. s. w.

Linearzeichnen.

ρ.

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Quarta.

Klassenvorstand: In a Realgymnasiallehrer Lange, in b Realgymnasiallehrer Dr. Peters. Wöchentlich 30 Stunden(ohne Turnen und Gesang). Lehrgang einjährig.

. Religion. 2 Std. Ina Lange, in bSpangenberg. Das erste Hauptstück wurde erklärt, des dritte auswendig gelernt. Reihenfolge der biblischen Bücher, Ubung im Aufschlagen der Bibelstellen. Gelernt wurden 35 Sprüche und 3 Kirchenlieder, die früher gelernten wurden wiederholt. Die Gleichnisse aus den Perikopen. Lehrbücher: Hessischer Landeskatechismus, Bibel und Gesangbuch.

Dentsch. 3 Std. In a Lange, in b Dr. Peters. Erklärung prosaischer und poetischer Musterstücke aus Hopf und Paulsieck. Mündliche und teilweise schriftliche Wiedergabe des gelesenen. Wiederholung und Erweiterung des grammatischen Lehrstoffes, besonders der Lehre von den Satzzeichen und dem Satz. Ubungen im Vortrag von Gedichten. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit(Aufsatz und zuweilen auch Diktat).

3. Latein. 7 Std. In a Oberlehrer Dr. Ulrici, in b Dr. Peters. Wiederholung des grammatischen Lehrstoffs von Sexta und Quinta. Einübung des accus. c. inf., des ablat. absol. und der

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