Jahrgang 
1890
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aus Lüdeckings Lesebuch, Teil II., sowie aus Washington Irvings Sketch Book. Exercitien, Extemporalien und Diktate. Sprechübungen über das Gelesene.

6. Geschichte. 2 Std. In a Oberlehrer Dr. Schantz, in b Dr. Peters. Römische Geschichte seit dem Ende der punischen Kriege und Geschichte des Mittelalters bis Rudolf von Habsburg. Pütz, Grundriss, I und II.

7. Geographie. 1 Std. In a und b Oberlehrer Prof. Grebe. Wiederholungen sowohl aus topo- graphisch-politischen als auch aus mathematisch-physikalischen Abschnitten. Seydlitz, Schul- geographie.

8. Mathematik. 5 Std. In a Oberlehrer Dr. Kramm, in b Professor Grebe. I. Geometrie und Trigonometrie. Wiederholung und Erweiterung der ebenen Trigonometrie und Planimetrie. Stereometrie. Ubungsaufgaben aus diesen Gebieten. Koppe, Lehrbücher; Gauss, Logarithmentafel.

II. Arithmetik und Algebra. Arithmetische und geometrische Reihen. Zinseszins- und Rentenrechnung. Gleichungen vom ersten und zweiten Grade mit einer und mehreren Unbe- kannten. Kombinationslehre. Binomischer Lehrsatz. Heis, Sammlung.

9. Physik. 3 Std. In a Oberlehrer Dr. Kramm, in b Oberlehrer Stange. Die Lehre von der Wärme. Die Lehre vom Magnetismus und der Elektrizität. Ubungsaufgaben. Trappe, Schulphysik.

10. Chemie und Mineralogie. 2 Std. In a und b Oberlehrer Prof. Dr. Hornstein.

11. Zeichnen. 2 Std. Karbiner. Zeichnen nach Gipsornamenten. Projektives Zeichnen.

Untersekunda.

Klassenvorstand: In a Oberlehrer Dr. UIrici, in b Oberlehrer Dr. Siebert, in c Dr. Danker. Wöchentlich 32 Stunden(ohne Turnen und Gesang). Lehrgang eipjährig.

1. Religion. 2 Std. In a Oberlehrer Dr. Ulrici, n b Oberlehrer Dr. Schantz, in c Lange. Übersichtliche Darstellung der Geschichte des Reiches Gottes bis auf Christum. Lesen aus- gewählter biblischer Abschnitte, namentlich aus den Psalmen und Propheten. Wiederholung der drei ersten Hauptstücke und Erklärung des vierten und fünften. Lehrbücher: Katechismus; Hollenberg, Hilfsbuch für den evangelischen Religionsunterricht.

2. Deutsch. 3 Std. In a Oberlehrer Dr. Ulrici, in b Oberlehrer Dr. Siebert, in c Bethge. Gelesen und erklärt wurden ausgewählte Stücke aus Hopf und Paulsieks Lesebuch aus der Zeit von Klopstock an, ferner Göthesche und Schillersche Gedichte, Schillers Tell, ausge- wählte Stellen aus Homers Ilias und Odyssee, LessingsÜber die Fabel undWie die Alten den Tod gebildet. Gelegentliche Wiederholung und Erweiterung der Lehre vom Versbau. Vorträge und Deklamationsübungen. Alle 4 Wochen ein Aufsatz.

Aufsätze in a: 1) Der Frühling im Mai. 2) Die Heerfahrt der Usipeten und Tenkterer.(Klassenarbeit) 3) Die Glocke als Begleiterin der menschlichen Erlebnisse. 4) Welche hervorragenden Eigenschaften lernen wir an Abraham kennen? 5) Die Segnungen des Friedens. 6) Erst wägen, dann wagen.(Chrie.) 7) Welche Eigen- schaften legt Schiller Wilhelm Tell bei?(Nach SchillersWilhelm Tell, 1. Aufzug, 1. Auftritt.)(Klassenarbeit.)

8) Tells Haus, seine Bewohner. 9) Die Ursachen des peloponnesischen Krieges. 10) Die Schöpfung der Welt nach Ovid I, 1 85, verglichen mit der Darstellung der Bibel.

Aufsätze in b: 1) Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch endlich an die Sonnen. 2) Die Kraniche des Ibykus. 3) Der sächsische Prinzenraub.(Kl.-Arb.) 4) Ein Erlebnis aus den Ferien. 5) Geschichte eines Pferdes 6) Welchen Schaden und welchen Nutzen bringen uns die Flüsse? 7) Lob der Blätter. 8) Schillers Rätsel vom Pflug. 9) Die Elemente hassen das Gebild der Menschenhand(Kl.-Arb.) 10) Vivos voco, mortuos plango, fulgura frango.