Studienrat Dr. Steingräber: Ostern 1927 und 1928: Hauptversammlung des Förderungsvereins für den mathematischen Unterricht in Stuttgart.
Studienrat Dr. Heß: Ostern 1927 und 1928: Haupt- versammlung des Förderungsvereins für den mathe- matischen Unterricht in Stuttgart; Herbst 1927: Pro- vinzialtagung des Philologenvereins in Arolsen.
Zeichenlehrer PBöttcher: Kursus über Kunstbe- trachtung in Wiesbaden.
Studienrat Hellmuth: kursus in Wannsee.
Pfingsten 1927: Ruder-
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Studienassessor Hopf: Deutschkundlicher Kursus im Dezember 1926 m Frankfurt a. M. und Archäolo- gischer Kursus vom 11. bis 18. April 1928 in Berlin.
Die durch den Tod des Oberstudienrats Richard Schröder verwaiste Stelle des Oberstudienrats wurde neu besetzt. Die städtischen Behörden una Körperschaften wählten den an der Anstalt seil Januar 1919 in treuer und erfolgreicher Arbeit fäfigen Studienrat August Siebert zum Oberstudienral. Die Wahl fand durch Verfügung des Ministers vom 3. Mai 1928— UIl Nr. 5303— die amtliche Bestä- tigung.
4. Bericht über die Schüler.
a) Ubersicht über die Zahl der Schüler siehe S. 13. b) Der Gesundheifszustand
war im allgemeinen recht gut. Ansteckende Krank- heiten kamen in nennenswertem Umfange nicht vor. Der Ernâährungszustand hat sich gegenüber dem Vor- jahre sichtlich gehoben. Herr Dr. med. Steinhardt überwachte wie im Vorjahre die einzelnen Klassen inbezug auf ihren Gesundheiftszustand und ordnete an, welche Schüler am Sonderturnen— eingerichtet für schwäâchliche und im normalen Wachstum leicht gestörte Schüler— teilnehmen sollten und welche Schüler dem Gesundheitsamt und den Ferienkolonien zu Erholungsreisen vorgeschlagen werden sollten.
Die Zubringerklasse Quarta d. weilte in der Zeit vom 14. juni bis zum 1. juli in der Waldschule im Neuen Obstgarten. Nach freundlichem Empfange durch die bereits anwesenden zwei Bürgerschul— klassen wurden die Schuler mit der Hausordnung bekannt gemacht und in ihr Klassenzimmer geleitet. Der Unterricht beschränkte sich auf Deutsch, Religion, Oeschichte, Englisch und Mathematik. Letzteres Fach erteilte der Mathematiklehrer der OR. 2 an Nach- mittagen.
Lehrer bereitwilligst beteiligten, förderte die Be- kanntschaft mit den übrigen Kindern. Es wurden keine Unterschiede zwischen den Schülern der höheren Schule und denen der Mittel- oder Volks- schule gemacht. Auch bei den Mahlzeiten saßen die Kinder bunt durcheinander. Troß des oft schlechten Wetters wurden einige geologische Ausflüge unter- nommen, deren Führung ein mit der Formation des Geländes vertrauter Lehrer übernahm, nachdem er einen Vortrag über die Entstehung des Habichts- waldes gehalten hatte. Zur Bearbeitung war jeder Klasse ein Stück Cartenland angewiesen worden. Auch unsere Klasse unterzog sich dieser Arbeit mit Begeisterung. Zum Schlusse wurde eine Abschieds- feier veranstaltet, zu der alle Anwesenden nach besten Kräften beitrugen. Der Aufenthalt in der Waldschule hat allen Kindern wohlgetan. Dies zeigte sich an dem gesunden Aussehen und an nicht unbe— frächtlicher Gewichtszunahme der Schüler. Der Ton, der in der Waldschule herrschte, war ein so kamerad- schaftlicher, die Verpflegung so hervorragend, daß alle Schüler mit dem grötzten Vergnügen und herz- licher Dankbarkeit an den Aufenthalt in der Wald-
Gemeinsame Spiele, an denen sich alle schule zurückdenken.


