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Ostern 1889 1895 1900 1901 1902 1903 1904 1905 171 222 393 406 41⁰ 432 454 458 Schüler.
Die andauernde UÜberfüllung der hiesigen Oberrealschule, besonders in den mittleren und unteren Klassen, nötigte schließlich, um einer Benachteiligung besonders der älteren Stadtteile vorzubeugen, dazu, die Realschule zur zweiten Oberrealschule auszubauen. Am 18. Oktober und am 2. November wurden die entsprechenden Beschlüsse von beiden Städtischen Körperschaften mit sehr großer Mehrheit gefaßt, am 18. Dezember erfolgte die ministerielle Genehmigung. Zweifellos wird dieser neue Beweis der Fürsorge der Stadtverwaltung für das städtische Schulwesen der Anstalt und der Stadt zum Segen gereichen. Das dringendste Bedürfnis geht nunmehr auf die Verlegung der neuen Oberrealschule aus ihren jetzigen unzureichenden Räumen in einen zweckmäßigen und würdigen Neubau, unter Wahrung der bequemen Zugänglichkeit für die älteren Stadtteile.
Nachdem der Schule vom Sommer 1905 ab seitens der Stadtverwaltung ein Spielplatz auf dem Forst zur Verfügung gestellt war, wurde der langentbehrte geregelte Spielbetrieb auf sämt- liche Klassen ausgedehnt. Für das Fußballspiel gelangten die deutschen Bezeichnungen zur Ein- führung. Zur weiteren Förderung der Körperpflege der Schüler wurde in mehreren Klassen das
Trockenschwimmen zunächst versuchsweise in den Turnunterricht aufgenommen.— Die Er- neuerung der Bücherbestände der Schülerbibliothek(auf Grund einer besonderen Bewilligung), sowie die Ausstattung der Anstalt mit neuen Schultafeln und Kathedern wurde weitergeführt.— Im De-
zember besuchte die Prima b unter Führung des Herrn Oberlehrer Laubert die städtische Gas- fabrik, im November IIb und Va unter Führung der Herren Oberlehrer Hintz und Laubert das naturwissenschaftliche Museum, andere Klassen unter Führung der Herren Oberlehrer Pietschker und Dr. Gaebel zur Förderung des erdkundlichen Unterrichts das Kaiserpanorama.— Von Ostern 1906 ab werden neue Schülermützen zur Einführung gelangen.
Zur Erinnerung an den Geburts- und Todestag Kaiser Wilhelms I. und Kaiser Frie- drichs hielten der Direktor und die Herren Oberlehrer Laubert, Schremmer und Zeichen- lehrer Allwohl Ansprachen an die im Saale versammelten Schüler. Am Reformationsfeste sprach Herr Oberlehrer Dr. Gaebel.
Am 9. Mai 1905, dem hundertjährigen Todestage Schillers, fiel der Unterricht aus, nachdem am Tage vorher, nachmittags 5 Uhr, im Saale der Anstalt, den eine von Pflanzen- schmuck umrahmte Schillerbüste zierte, eine gemeinsame Gedenkfeier stattgefunden hatte. Die Festrede hielt Herr Oberlehrer Dr. Gaebel. Er feierte Friedrich Schiller als den unermüdlichen und sieghaften Vorkämpfer für unsere idealen Güter, um dann auf die dem Verständnis und dem Empfinden der Schüler besonders naheliegende Jugendgeschichte des Dichters näher einzugehen. Zur bleibenden Erinnerung an Schillers Todestag wurde im Anschluß an die Feier die von dem Königlichen Provinzial-Schulkollegium der Realschule übersandte Festschrift„Warum feiern wir Schillers Todestag?“ von Berthold Otto durch den Direktor an 29 der tüchtigsten Schüler der An- stalt als Geschenk verteilt. Der Magistrat der Residenz übersandte der Realschule aus Anlaß der Schillerfeier ein Bildnis des Dichters als Geschenk. Die von den Herren Professoren Dr. Hoebel
und Zergiebel vortrefflich vorbereitete Feier verlief im übrigen nach folgender Ordnung:
1. Chorgesang: Motette„Preis und Anbetung“ von H. Rinck.— 2. Eröffnungsgedicht von Ernst von Wildenbruch (Heinrich Dietrich 1b).— 3. Ansprache: Herr Oberlehrer Dr. Gaebel.— 4. Chorgesang:„Wohlauf, Kame- raden, aufs Pferd“, von Chr. Zahn.— 5. Drei Rätsel von Schiller a)(Regenbogen): Heinrich Thiel Va: b) (Blitz): Oskar Krieger Vb; c)(Pflug): Erich Meier Va; Auflösungen: Arthur Müller IIb.— 6. Chorgesang:
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