Jahrgang 
1906
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Schüler persönlich Auskunft zu erteilen. Wir ersuchen deshalb die Eltern, sich in Fällen, wo Be- tragen oder Fortschritte der Schüler zu Ausstellungen Anlaß geben, rechtzeitig entweder mit dem betr. Fachlehrer, dem Klassenlehrer oder dem Direktor in Verbindung setzen zu wollen.

In bezug auf die häuslichen Schularbeiten empfiehlt es sich, die Schüler nicht nur zur gewissenhaften Erledigung der mündlichen Aufgaben anzuhalten, sondern auch darauf zu sehen, daß die schriftlichen Arbeiten ordentlich und sorgfältig geschrieben werden. Auf die Wich- tigkeit einer guten Handschrift ist erst neuerdings wieder seitens der Unterrichtsverwaltung nach- drücklich hingewiesen worden.

Damit die Eltern von erheblicheren Fällen nicht ordnungsmäßiigen Verhaltens ihrer Söhne Kenntnis erhalten, hat die Schule ein Mitteilungsheft eingeführt. Auch diese Mitteilungen sollen dazu beitragen, die Familie in den Stand zu setzen, in gemeinsamem Wirken mit der Schule die für die Erziehung und für die körperliche und geistige Ausbildung der Schüler geeigneten Maßregeln zu ergreifen.

In Schulangelegenheiten ist der Unterzeichnete an jedem Schultage, vormittags von 11 bis 12 Uhr, in seinem Amtszimmer(Hedwigstraße 1. I.) zu sprechen. Die Sprechstunden der Lehrer sind aus dem am Eingang des Schulhauses aushängenden Verzeichnis ersichtlich. Falls Auskunft über den gesamten Kenntnisstand oder die Gesamthaltung eines unserer Schüler gewünscht wird. bedarf es vorheriger Anmeldung.

Gassel, am 22. März 1906. Der Direktor der Realschule: Dr. A. Harnisch.