Jahrgang 
1905
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Wahl(Ein Vorgang aus der Zeit der Schreckensherrschaft Frankreichs, nach Coppées Gedichte L'un ou l'autre). 11) Naturbeschreibung: Das Gehirn. 12) Englisch: Die Schlacht bei Naseby und ihre Folgen.

Französisch: 5 Std. w. Gelesen wurden in a: Sandeau, Made- moiselle de la Seiglière(Ausgabe Renger) und Stücke aus Thiers, Expédition de Bonaparte en Egypte, in b: Scribe, Mon Etoile und Stücke aus der Sammlung La Révolution française, herausgegeben von Gassmeyer. Lesen und Auswendiglernen von Gedichten der Samm- lung von Gropp und Hausknecht, nach dem Kanon. Sprechübungen im Anschluß an das Gelesene und an Vorkommnisse des täglichen Lebens nach Harnisch- Duchesne(XV. La France. XVI. Paris. XVII. La So- ciété), mit Vorführung von Lichtbildern von Paris. Be- festigung und Erweiterung des Wort- und Phrasen- schatzes.— Wiederholung und Erweiterung der Gram- matik, mit eingehender Besprechung der Lehre vom Eigenschaftswort, Fürwort und Umstandswort, der Ver- gleichungssätze und Negationen, im Anschluss an die Schulgrammatik von Strien(Ausgabe A); zur Einübung des grammatischen Stoffes Ibersetzungen aus dem Lehr- buch der französischen Sprache von Strien, Teil III. Die schriftlichen Arbeiten(alle 14 Tage, abwechselnd Haus- und Klassenarbeiten) bestanden in Nacherzäh- lungen, Diktaten, Antworten auf französische Fragen, Briefen, grammatischen Übungen und vorzugsweise in Ubersetzungen. In a: der Direktor; in b: Obl. Zer- giebel.

Englisch: 4 Std. w. Gelesen wurde in a: im S. Hope, English Schoolboy Life, im W. Seamer, Shakespeare Stories; in b: Gardiner, Historical Biographies(Renger). Auswendiglernen englischer Gedichte nach dem Kanon. Lese- und Sprechübungen im Anschluss an den Lese- stoff und an Vorkommnisse des täglichen Lebens, u. a. London nach dem Rengerschen Pictorial Plan(mit Licht- bildern). Aneignung des Wortschatzes.— Syntax des Geschlechtswortes, Hauptwortes, Eigenschaftswortes, Für- wortes und Umstandswortes, nach Deutschbein-Willen- berg, II. Teil. Die wichtigsten Verhältniswörter. Wieder- holung der früheren Lehraufgaben. Ubungen im Uber- setzen aus dem Deutschen. Alle 14 Tage eine schrift- liche Arbeit(Diktate, freie Arbeiten, Briefe, Beant- wortung englischer Fragen, grammatische Übungen, über- wiegend Ubersetzungen), abwechselnd Haus- und Klassen- arbeiten. In a: Obl. Askevold; in b: der Direktor.

Geschichte: 2 Std. w. Deutsche und preußische Geschichte von 1740 bis zur Gegenwart(nach dem Leitfaden von Jaeniche). Außerdeutsche Geschichte nur bezüglich der Revolution von 1789 genauer, sonst, soweit zum Ver-

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ständnis der deutschen erforderlich. aus der brandenburgisch-preußischen Geschichte. Obl. Dr. Koniecki; in b: Obl. Pietschker.

Erdkunde: 1 Std. w. Wiederholung und Ergänzung der Länderkunde Europas mit Ausnahme des deutschen Reiches, nach Daniel. Die bekanntesten Verkehrs- und Handelswege der Jetztzeit. Elementare mathematische Erdkunde. Kartenskizzen. In a: Obl. Dr. Koniecki; in b: Obl. Pietschker.

Mathematik: 5 Std. w. a) Arithmetik: Wiederholung der Potenz- und Wurzelrechnung, Logarithmen, Quadra- tische Gleichungen, nach Matthiessen. b) Planime- trie: Wiederholungen aus der Planimetrie, Konstruk- tionsaufgaben, besonders auch solche mit algebraischer Voruntersuchung, nach dem Lehrbuch von Vth-Franz. c) Trigonometrie: Anfangsgründe der Trigonometrie und Berechnung von Dreiecken. d) Raumgeometrie: Die einfachen Körper nebst Berechnung von Kanten- längen, Oberflächen und Inhalten. Anleitung zum per- spektivischen Zeichnen räumlicher Gebilde. Alle 14 Tage abwechselnd Haus- und Klassenarbeiten. In a: Prof. Dr. Hoebel; in b: Prof. Dr. Wetzell.

Physik: 2 Std. w. Die einfachsten Erscheinungen aus der Lehre vom Magnetismus und der Elektrizität, der Akustik und Optik, in experimenteller Behandlung, nach Koppe- Husmann, Anfangsgründe der Physik. Zusammenfas- sende Bemerkungen zur Wetterkunde. In a: Prof. Dr. Hoebel; in b: Prof. Dr. Wetzell.

Chemie und Mineralogie: 2 Std. w. Die wichtigsten Ele- mente und ihre hauptsächlichsten, besonders anorganischen Verbindungen, Grundgesetze der Chemie, Stöchio- metrische Aufgaben, die wichtigsten Kristallformen, die physikalischen Eigenschaften und die chemische Zu- sammensetzung, die geologische und technische Bedeu- tung der wichtigsten Mineralien, nach Schreiber, Me- thodischer Leitfaden der Chemie und Mineralogie. In a: Prof. Dr. Hoebel; in b: Obl. Schröder.

Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Einiges aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen, sowie über Pflanzenkrankheiten und ihre Erreger, nach Bail, Bo- tanik II. Im Winter: Anatomie und Physiologie des Menschen und Einiges über Gesundheitspflege, nach Bail, Zoologie II. UÜbungen im schematischen Zeichnen. In a: Prof. Dr. Hoebel; in b: Obl. Schröder.

Freihandzeichnen: 2 Std. w. Zeichnen und Malen von Ge- fäßen, Geräten und anderen Gebrauchsgegenständen (auch Gruppen, z. B. von alten Büchern), sowie von Früchten, Knospen, Blüten und Zweigen, Schädeln, Tierteilen und ganzen Tieren usw. nach der Natur.

Wiederholungen In a: