Jahrgang 
1905
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C. Übersicht über den im Schuljahre 1904 erledigten Unterrichtsstoff.

Sexta.

Klassenlehrer: In a: Herr Obl. Laubert; in b: Herr

Lehrer Markert.

Religion: 3 Std. w. Biblische Geschichten des Alten

Testamentes, nach Halfmann-Köster, I. Vor den Hauptfesten die betreffenden Geschichten des Neuen Testaments. Durchnahme und Erlernung des 1. Haupt- stückes mit Luthers Auslegung. Erlernung des Vater- unsers ohne Luthers Auslegung nach einfacher Wort- erklärung. Einprägung einer mäßigen Zahl von Kate- chismussprüchen und leichten Schriftstellen sowie von 4 Kirchenliedern nach dem Kanon. Psalm 23. In a: Obl. Schremmer; in b: Lehrer Markert.

Deutsch und Geschichtserzählungen: 5 Std. w. Lesen

von Gedichten und Prosastücken(Märchen, Fabeln, Erzählungen, Darstellungen aus der vaterländischen Sage und Geschichte, Bilder aus der Natur und aus der Erd- kunde) aus dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek. iſbungen im Nacherzühlen von Vorerzühltem und Ge- lesenem. Möglichst verständnisvolles Vortragen auswendig gelernter Gedichte(nach dem Kanon). Redeteile, De- klination und Konjugation, Unterscheidung der starken und schwachen Formen; Lehre vom einfachen Satz und von der für ihn erforderlichen Zeichensetzung. Recht- schreibeübungen in wöchentlichen Diktaten. In a: Obl. Zergiebel; in b: Lehrer Markert. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte, namentlich der neueren. In a und b: der Direktor.

Französisch: 6 Std. w. Lautliche Schulung. Kleine Er-

zühlungen und Gedichte aus dem Elementarbuche der französ. Sprache von Strien. Leseübungen und Sprech- übungen(im Anschluß an den Lesestoff und die nächste Umgebung). Aneignung eines mäßigen Wortschatzes. Auswendiglernen von Gedichten nach dem Kanon, ge- legentlich Gesang französischer Lieder. Die Hülfs- zeitwörter avoir und être und die Zeitwörter auf er. Das Wichtigste über das Geschlechtswort, Hauptwort, Eigenschaftswort, Fürwörter und Zahlwörter. Vom 2. Vierteljahr ab wöchentlich abwechselnd eine schriftl. Haus- oder Klassenarbeit: Diktate, Umwandlungen, Be- antwortung französ. gestellter Fragen, Niederschriften aus dem Gedächtnis. In a: Obl. Zergiebel; in b: Obl. Askevold.

Erdkunde: 2 Std. w. Grundbegriffe der allgemeinen Erd-

kunde in Anlehnung an die nächste Umgebung und

erste Anleitung zum Verständnis des Globus und der Karte nach Keil-Rieche, Schulatlas. Anfangsgründe der Länderkunde, beginnend mit der Heimat und mit Europa. In a: Obl. Laubert; in b: Lehrer Markert.

Rechnen: 5 Std. w. Die Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten, nach Harms-Kal- lius. Die deutschen Maße, Gewichte und Münzen nebst Übungen in der dezimalen Schreibweise und den ein- fachsten dezimalen Rechnungen. Vorbereitung der Bruchrechnung. Alle 3 Wochen 2 Arbeiten, ab- wechselnd Haus- und Klassenarbeiten. In a: Obl. Lau- bert; in b: Obl. Hintz.

Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen- kunde. Beschreibung vorliegender Blütenpflanzen und Besprechung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbaren Blütenstände und Früchte. Bail, Botanik I. Im Winter: Tierkunde. Beschreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf äußere Merkmale und auf charakteristische Einzel- heiten des Knochenbaues(nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen) nebst Mitteilungen über ihre Lebens- weise, ihren Nutzen und Schaden. Ubungen im ein- fachen schematischen Zeichnen des Beobachteten. Bail, Zoologie I. In a: Obl. Laubert; in b: Obl. Hintz.

Quinta. Klassenlehrer: In a: Herr Obl. v. Hanxleden; in b: Herr Obl. Pietschker.

Religion: 2 Std. w. Biblische Geschichten des Neuen Testa- ments nach Preuss. Aus dem Katechismus: Wieder- holung der Aufgabe der VI; dazu Durchnahme und Erlernung des 2. Hauptstückes mit Luthers Auslegung. Auswahl von Katechismussprüchen und Schriftstellen wie in VI; 4 neue Kirchenlieder nach dem Kanon und Wiederholung der in VI gelernten Lieder. In a: Obl. Schremmer; in b: Obl. Pietschker.

Deutsch und Geschichtserzühlungen. 4 Std. w. Lesen von Gedichten und Prosastücken(wie in VI) aus Hopf u. Paulsiefs Lesebuch. Mündliches Nacherzühlen. Aus- wendiglernen und möglichst verständnisvolles Vortragen von Gedichten nach dem Kanon. Der einfache er- weiterte Satz und das Notwendigste vom zusammenge- setzten Satze nebst der dabei zur Anwendung kom- menden Zeichensetzung. Wöchentliche Diktate zur Ein- übung der Rechtschreibung und der Zeichensetzung oder