Jahrgang 
1904
Einzelbild herunterladen

kunde: Die Bodengestalt Afrikas. 5) Französisch: Die Pariser. 6) Englisch: Der Apfelbaum. 7) Ge- schichte: Friedrich II. und das Papsttum. 8) Erd- kunde: Deutsch-Neu-Guinea.

Französisch: 6 Std. w. Gelesen wurden im S. Stücke aus

Striens Lehrbuche, Teil III; im W. in a: Dhombres et Monod, Biographies universelles(Renger, Leipzig), in b: Monod, Allemands et Français, Souvenirs de Cam- pagne(Nenger, Leipzig). Auswendiglernen von Ge- dichten nach dem Kanon. Sprechübungen über Ver- hältnisse und Vorgänge des täglichen Lebens, über den Lesestoff und über die Vorgänge in der Klasse, unter Berücksichtigung der grammatischen Aufgabe. Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Gebrauch von avoir und être zur Bildung der um- schriebenen Zeiten. Wortstellung, Rektion der Zeitwör- ter, Gebrauch der Zeiten und Aussageformen, beson- ders des Konjunktivs, nach der Schulgrammatik von Strien. Ubungen im Übersetzen aus dem Deutschen. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit ins Reinheft (Klassen- und Hausarbeiten): Ubersetzungen, Diktate, Fragen und Antworten, grammatische Ubungen, freie Nacherzählungen. In a: Prof. Dr. Krefsner; in b: Obl. Dr. Heuser.

Englisch: 5 Std. w. Erwerbung einer richtigen Aus-

sprache durch praktische Übungen. Leseübungen. Erste Versuche im Sprechen im Anschlufs an den Übungsstoff und an Vorkommnisse des täglichen Lebens(in jeder Stunde). Auswendiglernen von Ge- dichten nach dem Kanon. Aneignung eines mälsigen Wortschatzes. Durchnahme der regelmäfsigen und unregelmälsigen Formenlehre unter Berücksichtigung der syntaktischen Gesetze, die zur Erklärung der Formen und zum Verständnisse des Lesestoffes er- forderlich sind. Schriftliche und mündliche Über- setzungen ins Deutsche aus dem Elementar- und Lese- buche(Heultschbein- Willenberg, Teil I) oder freiere Übungen. UÜbungen im Rechtschreiben. Vom 2. Viertel- jahre an wöchentlich eine schriftliche Arbeit ins Rein- heft. In a: Obl. Theisen; in b: Obl. Dr. Heuser.

Geschichte: 2 Std. w. Die Blütezeit des römischen

Reiches unter den grofſsen Kaisern. Deutsche Geschichte von dem ersten Zusammentreffen der Deutschen mit den Römern bis zum Ausgang des Mittelalters, nach Jüniche. Ausserdeutsche Geschichte, soweit zum Ver- ständnis der deutschen Geschichte nötig. In a: im Sommer Obl. Ripcke, im Winter Obl. Schremmer; in b: Obl. Dr. Koniecki.

Erdkunde: 2 Std. w. Physische und politische Erdkunde der

auſsereuropäischen Erdteile und die deutschen Kolonien, nach Daniel. Kartenskizzen an der Wandtafel und

in Heften. In a: Obl. v. Hanxleden; in b: Obl. Laubert.

Mathematik: 6 Std. w. a) Arithmetik. 3 Std. w.: Grundrechnungen mit absoluten Zahlen und Ein- führung der positiven und negativen Grölsen. Lehre von den Proportionen. Gleichungen ersten Grades mit einer Unbekannten, nach Matthiessen. Aufgaben aus dem bürgerlichen Leben und dem sogenannten kaufmännischen Rechnen, nach Harms-Kallius. b) Planimetrie. 3 Std. w.: Ergänzende Wiederholung der Lehre von den Parallelogrammen. Kreislehre. Sätze über die Flächengleichheit der Figuren. Be- rechnung der Fläche geradliniger Figuren, nach Uh- Franx. Konstruktionsaufgaben. 14tägig abwechselnd Haus- und Klassenarbeiten in Arithmetik und Plani- metrie. In a: Obl. v. Hanxleden; in b: Obl. Laubert.

Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen- kunde. Beschreibung und Vergleichung von Pflanzen mit verwickelterem Blütenbau und von einigen Sporen- pflanzen. Im Anschlufs hieran Erweiterung und Ver- tiefung der morphologischen und biologischen Begriffe. Die wichtigsten Familien der Blütenpflanzen. Über- sicht über das natürliche System. Übungen im Be- stimmen. Bail, Botanik II. Im Winter: Tierkunde. Gliedertiere mit besonderer Berücksichtigung der In- sekten und ihrer Ordnungen. Bail, Zoologie II. Übungen im schematischen Zeichnen. In a und b: Obl. Dr. Wetzell.

Zeichnen: 2 Std. w. Zeichnen nach Gefälsen, Geräten und anderen Gebrauchsgegenständen, sowie nach ein- fachen Naturformen(Zigarrenkistchen, Buch, Blumen- topf, Schüssel, Tasse, Flasche, Strohhut, Fass, Kübel, Wanne, Kürbis, Zwiebel, Krug, Henkeltopf u. s. w.) Die Zeichnungen wurden in den Hauptfarben angelegt und mit Bleistift bezw. Kohle oder Kreide abge- schattet. Skizzieren und Zeichnen aus dem Gedächt- nis. In a und b: Zeichenlehrer Allwohl.

Linearzeichnen: 2 Std. w. UÜbungen im Gebrauch von Schiene, Zirkel und Ziehfeder durch Zeichnung von Flächenmustern, Kreisteilungen, Malswerk und an- deren geometrischen Gebilden. Ausziehen mit Tusche und Anlegen mit Wasserfarben. In a: Obl. Schröder; in b: Obl. Laubert.

Sekunda.

Klassenlehrer: In a: im Sommer Herr Obl. Rip cke, im Winter Herr Obl. Schremmer; inb: Herr Obl. Zergiebel. Religion: 2 Std. w. Das Reich Gottes im Neuen Testa-

mente: Lesen und Erklärung entsprechender bibli- 2